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Lufthansa will möglicherweise Teile des insolventen Konkurrenzbetriebs Air Berlin übernehmen. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/FRIEDEMANN VOGEL

(sda-ats)

Die Lufthansa stösst mit ihren Plänen für eine Teilübernahme der insolventen Air Berlin auf Gegenwind von Wettbewerbshütern. "Air Berlin und Lufthansa sind auf vielen Flugstrecken direkte Konkurrenten", sagt der Chef der deutschen Monopolkommission in einem Interview.

"Lufthansa müsste für eine Genehmigung der Fusion mit strengen Bedingungen und Auflagen rechnen", sagte Achim Wambach der Zeitung "Rheinische Post" vom Donnerstag. Dazu zähle der Verzicht auf weite Teile der begehrten Landerechte von Air Berlin.

Die Monopolkommission ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das unter anderem die Bundesregierung bei Fragen rund um die Wettbewerbspolitik, des Wettbewerbsrechts und der Regulierung berät. Ihre Gutachten werden veröffentlicht.

Air Berlin verhandelt nach eigenen Angaben mit Lufthansa und weiteren Interessenten über einen Verkauf ihrer Teile. Der deutsche Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hatte zuvor gesagt, er sehe keine kartellrechtlichen Bedenken für eine Übernahme von Teilen der Air Berlin durch den Konkurrenten Lufthansa.

Dobrindt sagte, die Abwicklung der insolventen Fluglinie sei eine gute Möglichkeit für die deutsche Luftfahrt. "Jetzt sollte die Chance ergriffen werden, die 140 Maschinen, Kapazitäten und Mitarbeiter von Air Berlin strategisch aufzustellen, um die Stellung der deutschen Luftverkehrswirtschaft im internationalen Markt zu stärken", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Wir brauchen starke deutsche Flughäfen und Luftverkehrsunternehmen."

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SDA-ATS