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Snowboard - Derweil sich die Schweizer Halfpipe-Fahrer Iouri Podladtchikov und Christian Haller am Sonntag in Laax um den BEO-Sieg duellieren, verletzt sich Shaun White bei den US-Olympia-Trials.
Der Doppel-Olympiasieger wird offenbar für die X-Games Forfait erklären. 24 Tage vor dem Halfpipe-Contest in Sotschi ist unklar, in welcher körperlicher Verfassung Shaun White ist. Zwei Tage nach seinem schweren Sturz bei der letztlich gleichwohl erfolgreichen Qualifikation für den olympischen Slopestyle-Wettbewerb erklärte White gegenüber der ESPN-Onlineplattform der X-Games, er plane nächste Woche nicht mit einem Start beim bedeutendsten Snowboard-Contest Amerikas.
Bestätigt wurde die Absage vom Management des 27-jährigen Superstars (noch) nicht. Aber es ist damit zu rechnen, dass der achtfache Halfpipe- und fünffache Slopestyle-Goldmedaillengewinner in Aspen erstmals überhaupt nicht erscheinen wird. Die völlig missratene Landung nach einem Doppel-Salto hat Spuren hinterlassen: "Meine Schulter schmerzt."
Olympia hat für den Multi-Millionär auf allen Ebenen Priorität. Deshalb wird der Kalifornier am Sonntag in Mammoth Mountain trotz erheblicher Beschwerden in der harten internen Ausscheidung der US-Boys seinen Startplatz endgültig sichern. Danach steht die Pflege des geschundenen Körpers und die technische Feinabstimmung im Programm.
Damit kommt es am kommenden Sonntag nicht zur Standortbestimmung, die Iouri Podladtchikovs Coach Marco Bruni prognostizierte. Der frühere Schweizer Freestyle-Cheftrainer glaubt allerdings nicht, dass White sich gravierend verletzt hat: "Sonst hätte er keine Contests mehr bestritten in Mammoth." Den Crash sah er. Völlig überrascht hat ihn der Fehler Whites nicht: "Er fährt in dieser Saison nicht mehr wie auf Schienen. Das hat damit zu tun, dass sein Pensum mit beiden Disziplinen zu gross ist. Wir haben das registriert."
Seine Momentaufnahme von Podladtchikovs Form fällt anders aus. Der Doppel-Weltmeister habe auf sehr hohem Niveau trainiert und seine ausgezeichnete Verfassung auch in den Halbfinals des Burton European Opens unter Beweis gestellt. Der gut getimte Aufbau der letzten Wochen stimmt Bruni zuversichtlich: "Wir haben über Weihnachten in Aspen in einer perfekten Pipe sehr gut gearbeitet und sind bereit."
Podladtchikov selber teilt die Einschätzung seines Trainers. Er ist froh, nach einer längeren Trainingsphase in den USA wieder in Laax zu sein: "Ich stehe auf zwei zufriedenen Füssen." Er habe viel vor - einen Teil davon habe man schon in den BEO-Halbfinals gesehen.
Vom Zwischenfall Whites hat der Zürcher selbstredend auch erfahren. Für ihn persönlich sei im vorletzten Wettkampf im richtigen Moment eine gewisse Zurückhaltung angebracht: "Es ist manchmal wichtig, etwas weniger zu riskieren, wenn man noch so grosse Ereignisse vor sich hat." Es ist spürbar: Der Zürcher glaubt mehr denn je daran, im Februar den Höhepunkte seiner Laufbahn zu schaffen.

SDA-ATS