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Wieder Tote bei Auseinandersetzung im Jemen

Der Jemen kommt nicht zur Ruhe. In Sanaa und im südlich der Hauptstadt gelegenen Tais kam es am Dienstag erneut zu Zusammenstössen zwischen Anhängern und Gegnern von Präsident Ali Abdullah Saleh. Mehrere Menschen wurden dabei getötet.

Truppen des abtrünnigen Generals Ali Mohsen al-Ahmar schossen in der Hauptstadt Sanaa auf Anhänger von Präsident Ali Abdallah Saleh. In Sanaa wurden am Dienstag mindestens fünf Menschen getötet, wie ein Vertreter der Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur AFP sagte. 56 weitere Menschen wurden bei den Zusammenstössen verletzt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Saba.

Auch in Tais schossen Anhänger Salehs auf Demonstranten, wie Sicherheitskräfte und Augenzeugen berichteten. Anhänger von Saleh, die sich im Sitz des Gouverneur verschanzt hatten, sollen Tränengas und scharfe Munition eingesetzt haben. Laut Ärzten wurden etwa 300 Menschen verletzt.

Bereit für Verhandlungen

Die Opposition erklärte sich derweil zu Verhandlungen über einen Machtwechsel bereit. Sprecher Mohammed Kahtan sagte am Dienstag der AFP, die Opposition nehme die Einladung des Golfkooperationsrates zu Gesprächen mit der Regierung an unter der Bedingung, dass über einen Machtwechsel gesprochen werde.

Die Gespräche sollen in der saudiarabischen Hauptstadt Riad stattfinden, der Termin wurde nicht genannt. Der Golfkooperationsrat hatte bei einem Treffen am Sonntag seine Vermittlung angeboten.

Al-Ahmar, ein Halbbruder Salehs und Kommandant der Streitkräfte des Jemens, hatte sich vor zwei Wochen vom Präsidenten losgesagt. Er schloss sich dem Lager der Gegner an.

Beim Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten, die seit Wochen den Rücktritt des seit 32 Jahren herrschenden jemenitischen Präsidenten fordern, wurden schon mehr als 120 Menschen getötet und rund 5000 verwundet.

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