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Wild: "Ich weiss gar nicht, was ich gemacht habe"

Mit dem 4. Platz im Weltcup-Riesenslalom in Lenzerheide überrascht die Zürcherin Simone Wild nicht nur die 5000 Fans vor Ort, sondern vor allem auch sich selbst.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich noch für die Olympischen Spiele qualifiziere, hatte Simone Wild im Vorfeld des zweiten von drei Rennen in Lenzerheide bei weniger als einem Prozent gesehen. Im Nachhinein eine sehr defensive Einschätzung ihrer Fähigkeiten, was bei der in der Öffentlichkeit oftmals zurückhaltend wirkenden Zürcherin aber auch nicht überrascht.

Bedeutend forscher zeigte sich Wild, die den Saisonauftakt in Sölden wegen einer Knochenprellung am rechten Bein verpasst hatte, hingegen auf der Piste Silvano Beltrametti. Mit zwei entschlossenen und beherzten Fahrten stiess sie mit Startnummer 25 über den 9. Zwischen- in den 4. Schlussrang vor. Ein ähnliche Vorstellung war Wild selbst in ihrem bislang erfolgreichsten Winter 2016/17 nie gelungen. Damals hatte sie in Sestriere mit dem 7. Platz ihr vormaliges Karriere-Bestresultat erreicht.

Wild: "Ich konnte es fast nicht glauben"

Wenn sie ehrlich sei, dann wisse sie gar nicht, wie sie zu ihrem vierten Platz gekommen sei, gab Wild nach dem Rennen am Samstag offen zu. "Ich habe einfach versucht, mir selber möglichst keinen Druck zu machen, und irgendwie ging das auf." Schon einige Male im Weltcup, aber auch letzten Februar an den Weltmeisterschaften, war ihr dies eben gerade nicht gelungen. In St. Moritz beispielsweise büsste die damalige Halbzeit-Fünfte am Nachmittag noch neun Positionen ein.

In Lenzerheide spürte Wild nicht, wie gut sie unterwegs war: "Im ersten Lauf dachte ich sogar, dass das keine gute Fahrt ist. Dass ich Neunte sein soll, konnte ich im Ziel fast nicht glauben." Als Belohnung für ihren Exploit wird die 24-Jährige am 12. Februar, wenn in Yongpyong mit dem Riesenslalom das erste Rennen der Frauen stattfindet, ihre olympische Premiere erleben, was sie als "mega-cool" betitelte. Absolut kein Thema war für Wild hingegen, dass sie ihren ersten Podestplatz im Weltcup nur gerade um vier Hundertstel verpasst hatte. Sie sei einfach nur überglücklich, so die Zürcherin.

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