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Wirtschaftsmotor läuft in Schweiz an - erst 2011 mit Schwung

Dieser Inhalt wurde am 19. November 2009 - 11:46 publiziert
(Keystone-SDA)

Paris - Die Wirtschaftsaussichten hellen sich immer mehr auf: Ab jetzt werde die Schweizer Wirtschaft wieder wachsen, sagt nun auch die OECD. Richtig in Schwung kommt die Konjunktur laut den Pariser Ökonomen jedoch erst 2011.
2010 werde das Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP) vorerst nur langsam steigen, was den schleppenden Gang der Weltwirtschaft widerspiegle, heisst es im vorgelegten Ausblick der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
Ende 2011 könnte die Schweizer Wachstumsrate demnach aber bereits wieder 2,1 Prozent erreichen, beflügelt durch die stärkere Nachfrage in der Euro-Zone und in Asien.
Die OECD hob ihre letzten Prognosen von Anfang Sommer kräftig an: Statt einen Rückgang des BIP im laufenden Jahr um 2,7 Prozent erwartet sie nun ein Minus von 1,9 Prozent. Für das kommende Jahr rechnen die Ökonomen neu mit einem Wachstum um 0,9 Prozent (vorher: -0,2 Prozent), und für 2011 mit 1,9 Prozent.
Für dieses Szenario macht die OECD zwei Gefahren und eine Chance aus: Eine anhaltende Arbeitslosigkeit könnte den Privatkonsum belasten, und der Finanzsektor könnte wegen der verkleinerten Bilanzen der Grossbanken weniger stark wachsen als erhofft. Möglicherweise entwickelten sich jedoch die Exporte besser als erwartet, dank des Handels mit Deutschland und Asien.
Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit schätzt die Organisation ähnlich ein wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO): Die Arbeitslosigkeit werde in den beiden kommenden Jahren hohe 4,9 beziehungsweise 4,8 Prozent erreichen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) dürfte laut der OECD ihre expansive Politik mit Zinsen nahe Null im kommenden Jahr fortsetzen und weiterhin im Devisenmarkt aktiv sein, um eine Aufwertung des Frankens zu verhindern.

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