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Der Wolf, der im Goms VS innerhalb eines Monats 28 Schafe gerissen hat, wird nicht zum Abschuss freigegeben. Die Schafe seien nicht genügend geschützt gewesen, teilte das Bundesamt für Umwelt (BAFU) am Freitag mit.

Am Mittwoch, 12. Juni, haben die Jagdinspektoren von Bund und Kanton Wallis die Lage vor Ort beurteilt. Das BAFU ist zum Schluss gekommen, dass die Schafe im einen Fall auf einer nicht fachgerecht eingezäunten Weide und im anderen Fall über mehrere Tage beim freien Weidegang in einer nicht schützbaren Waldweide gerissen wurden.

"Das Konzept Wolf lässt in solchen Situationen keinen Abschuss eines Wolfes zu", schreibt das BAFU. Ein Abschuss sei nur erlaubt, wenn gewisse Präventionsmassnahmen wie der Einsatz von Herdenschutzhunden oder das Einpferchen der Schafe über Nacht ergriffen worden seien.

Neben dem Herdenschutz sei auch die Beratung der Tierhalter ungenügend gewesen. Man werde nun gemeinsam mit den Beteiligten Verbesserungsmöglichkeiten suchen.

Schäden halten sich in Grenzen

In den meisten Kantonen, in denen sich Wölfe aufhielten, seien die nötigen Massnahmen ergriffen worden. Die Schäden an Nutztieren hielten sich dementsprechend in Grenzen, schreibt das BAFU.

Wallis reagiert zerknirscht

Der Kanton Wallis nahm am Freitag zähneknirschend zur Kenntnis, dass er vom Bund "vorerst keine Abschussbewilligung für den Wolf im Goms" erhält. Anscheinend seien die ergriffenen Präventionsmassnahmen und Empfehlungen nicht geeignet gewesen, vor Wolfsübergriffen zu schützen. Daher könne die Mehrzahl der gerissenen Nutztiere für die Erteilung einer Abschussbewilligung nicht berücksichtigt werden.

Gemäss dem "Konzept Wolf Schweiz" sind die Kriterien für einen Abschuss nur dann erfüllt, wenn ein Wolf über eine Zeit von einem Monat trotz Herdenschutzmassnahmen mehr als 25 Schafe reisst oder innerhalb von vier Monaten deren 35.

Mehr Geld für Herdenschutz gefordert

Die Gemeindebehörden im Goms wollten nach den jüngsten Schafsrissen zunächst überhaupt keine Wölfe mehr in der Region dulden und das Goms zu einer "wolffreien Zone" erklären. Von diesen ultimativen Forderungen nahm das zuständige Departement ebenfalls Kenntnis, wie es in der Mitteilung des Kantons heisst.

Die Walliser Regierung werde nun mit verschiedenen Forderungen an die zuständige Bundesrätin gelangen. So fordert sie unter anderem "eine massive Erhöhung der finanziellen Mittel für einen umfassenden Herdenschutz oder falls diese nicht gesprochen werden eine restriktive Wiederansiedelungspolitik" der Grossraubtiere sowie flexible Abschusskriterien für die nicht schützbaren Gebiete.

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SDA-ATS