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Murat Yakin kehrt 1211 Tage nach dem zweiten Meistertitel mit dem FC Basel als Trainer in die Super League zurück. Diesmal ist seine Aufgabe eine andere. Er soll GC in ruhigere Gewässer führen.

Am 28. August, keine 24 Stunden nach dem 24. und letzten Spiel mit Challenge-League-Leader Schaffhausen, hatte Yakin seine Arbeit als GC-Chefcoach aufgenommen. Wegen der Länderspiel-Pause hatte der 42-jährige Basler nun zwei Wochen Zeit, sich in die neue Materie zu vertiefen.

Um das Team besser kennenzulernen, wurde unter anderem ein Kurztrainingslager in St. Anton anberaumt. Mit den ersten Eindrücken zeigte er sich ebenso zufrieden wie mit dem "unheimlich guten" Teamgeist. "Wir arbeiteten viel mit dem Ball und konnten bereits an Spielsystem und Taktik feilen."

Bis zum nächsten Meisterschafts-Unterbruch Anfang Oktober wird Yakin fünf Gelegenheiten haben, um zu sehen, ob seine Philosophie von den Spielern begriffen worden ist. GC spielt bis am 30. September gegen Sion (am Sonntag), im Cup in Biel, in Thun, in Lugano und gegen Basel.

Punkte statt Spektakel

Zumindest der Spielplan meint es also nicht derart schlecht. Danach werde, das hat Yakin bei der Präsentation so mitgeteilt, wieder eine Strategiebesprechung erfolgen.

Attraktiven Fussball muss Yakin mit den Grasshoppers angesichts der aktuellen Lage - Vorletzter mit fünf Punkten aus sechs Partien - nicht spielen lassen. Für die Akteure von GC geht es primär darum, die Winnermentalität und den unbändigen Ehrgeiz ihres Trainers zu übernehmen. Denn Yakin hat, vielleicht mit Ausnahme von Spartak Moskau, noch mit jedem Profiteam (Thun, Luzern, Basel, Schaffhausen) teils bemerkenswerte Erfolge gefeiert.

Mit Yakin wollen die Grasshoppers aber nicht nur kurz- bis mittelfristig wieder erfolgreich werden. Gemäss "NZZ" sei es mit der Verpflichtung des einstigen GC-Spielers, U21-Trainers und Assistenzcoachs als sprichwörtliches Aushängeschild auch darum gegangen, für potenzielle Investoren interessanter zu werden. "Yakins Palmarès und die Vergangenheit im Klub könnten dabei helfen. Genauso wie sein Glamour-Potenzial, das im Schweizer Fussball selten ist", schrieb die "NZZ".

Dreifache Belastung beginnt

Im Gegensatz zu anderen Teams wird GC in den kommenden Wochen keiner Dreifachbelastung ausgesetzt sein. Der FC Basel, der zudem in der Länderspiel-Pause die mit Abstand grösste Anzahl Spieler (12) an verschiedene A-Nationalteams und Nachwuchs-Auswahlen abzustellen hatte, die Young Boys und Lugano werden bis am 1. Oktober sieben Spiele zu absolvieren haben.

Das Programm umfasst nach der 7. Runde der Super League den Auftakt zur Champions respektive zur Europa League, die zweite Runde im Schweizer Cup, zwei Spieltage in der Meisterschaft, wiederum einen Europacup-Einsatz und nochmals Super League. Dann stehen für das Nationalteam die beiden entscheidenden Partien der WM-Qualifikation gegen Ungarn und in Portugal im Programm.

YB-Trainer Trainer Adi Hütter stellte nach der ersten Phase der Saison jedenfalls fest: "Beim 2:2 in St. Gallen waren wir nach der ersten Halbzeit platt. Deshalb ging es in der Pause vor allem darum, den Akku zu laden." Ebenso entscheidend werde es sein, gut in die zweite Phase zu starten. "Im Moment ist alles eng beisammen. Aber ich gehe davon aus, dass sich im Herbst die Spreu vom Weizen trennen wird", so Hütter, der mit den Young Boys am Sonntag auf Lugano treffen wird.

Nächste Thuner Offensive?

Im dritten Spiel des Tages empfängt Luzern den bislang sehr offensiv aufgetretenen FC Thun. Spiele mit Beteiligung der Berner Oberländer endeten in dieser Saison oftmals spektakulär und torreich; im Schnitt fielen fast vier Treffer. Aufgrund schlechter Chancenverwertung resultierten bislang erst zwei Siege, was auch für den FCL gilt. Der letzte Thuner Auswärtserfolg in Luzern datiert indes von Ende Mai 2012.

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SDA-ATS