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YB liegt nach dem 3:1 gegen Sion schon acht Punkte vor dem nachfolgenden FC Luzern. Platz 2 ist den Bernern kaum noch zu nehmen. Es droht auch in der Bundeshauptstadt die fussballerische Langeweile

Weil der FC Basel an der Spitze der Super League einsam seine Kreise zieht, klammert sich die Schweizer Klubfussball-Szene an die wenigen Spannungsmomente, die ihr in der vorderen Tabellenhälfte bis zum Saisonende noch bleiben.

Young Boys gegen Sion war so ein Moment. Der Kampf um den 2. Platz wurde gleich zu Beginn der zweiten Saisonhälfte in den Mittelpunkt gerückt. Wer wird Meister hinter dem Meister, Best of the Rest? Wer wird Zweiter und darf damit im kommenden Sommer zur Qualifikation für die Champions League antreten? Zu jenen Spielen, die für den Zweiten der Super League 2017 ein letztes Mal auf dem Programm stehen?

Und nun? Nach den 90 Minuten im Stade de Suisse? Ist auch diese Luft schon draussen? YB siegte 3:1 und vergrösserte den Abstand zum FC Sion auf neun Punkte. Der neuerdings drittklassierte FC Luzern liegt ebenfalls beachtliche acht Zähler zurück. Deshalb die Frage an Adi Hütter: Was wird aus diesem Frühling? Basel zu weit vorne, Luzern und Sion zu weit hinten. YB hat den 2. Platz auf sicher. Langeweile nicht nur in Basel sondern auch in Bern?

Adi Hütter will sich nicht in falscher Sicherheit wiegen. "Mir wird ganz sicher nie langweilig. Es sind noch 17 Spiele. Schon in der nächsten Runde spielen wir in Luzern. Da geht es wieder um den 2. Platz. Wir dürfen nicht glauben, dass es für uns selbstverständlich ist, solche Spiele zu gewinnen."

Der Österreicher ist zunächst einmal froh, um den Vorsprung auf die Verfolger. Er weiss trotz des klaren Sieges gegen Sion, dass ihm die Arbeit nicht ausgeht. Zwar hat YB gerade den fünften Erfolg in Serie gefeiert und sieben der letzten acht Spiele gewonnen. Doch Hütter gab auch zu: "Es war nicht alles perfekt. Wir hatten am Anfang grosse Mühe, Sion hätte in Führung gehen können und dann wäre es ein ganz anderes Spiel geworden."

Sions Trainer Peter Zeidler wollte auch nichts wissen, von einer Vorentscheidung im Kampf um Platz 2. Er flüchtete sich in die Mathematik, um die Spannung hoch zu halten. "Es sind noch 17 Spiele. Das sind dann 51 Punkte, die zu vergeben sind."

Doch solche Gedanken kommen bei Zeidler ohnehin nicht an erster Stelle. Er spricht nicht vom Ziel, in die Champions League zu kommen. "Nicht wenn man bedenkt, dass der FC Sion in den letzten zehn Jahren die Saison nicht ein einziges Mal unter den ersten drei beendet hat." Vielmehr spricht der Deutsche davon, den FC Sion dort zu etablieren, wo er gerade ist: auf einem Europacup-Platz.

Statt über Platzierungen und Perspektiven wollte Zeidler in Bern lieber über das Spiel reden. Geärgert hat er sich immer wieder über das defensive Verhalten seiner Mannschaft. Wiederholt ist er in seiner Coaching-Zone rumgehüpft wie Rumpelstilzchen. "Wir haben in der Pause noch zueinander gesagt, dass wir in den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit kein drittes Gegentor kassieren dürfen. Und was geschieht: Nach fünf Minuten steht es 0:3."

Doch genau so wie Hütter trotz des Sieges nicht ganz zufrieden war, war Zeidler trotz der Niederlage nicht total unzufrieden. "Wir waren sehr gut ins Spiel gekommen und am Ende haben wir nie aufgegeben und hatten auch Chancen zum 2:3 oder sogar zum 3:3."

Der FC Sion war gewiss nicht viel schlechter als der Gegner. Aber er war auch nicht gut genug, um ausgerechnet unter erschwerten Bedingungen den ersten Sieg in Bern seit über 20 Jahren zu realisieren. Denn zu viel stimmte in der Abteilung der Offensivspieler während der Vorbereitung nicht: Mittelfeldspieler Vincent Sierro wurde nach Freiburg verkauft. Mittelstürmer Moussa Konaté weilte am Afrika-Cup und kehrte erst vor wenigen Tagen ins Wallis zurück und die Flügel Carlitos und Chadrac Akolo waren verletzt und trainierten nur reduziert. Auch deshalb hat der FC Sion nun vier der letzten fünf Spiele verloren.

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SDA-ATS