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In der Schweiz sind im Oktober mehr Asylgesuche eingereicht worden als im Vormonat. Hauptgrund ist die Einreise von 142 Menschen im Rahmen des EU-Umverteilungsprogramms. (Archivbild)

Keystone/KEYSTONE/TI-PRESS/SAMUEL GOLAY

(sda-ats)

Im Oktober haben in der Schweiz fast ein Drittel weniger Menschen ein Asylgesuch gestellt als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum September ist die Zahl der Asylgesuche um 8,4 Prozent gestiegen. Grund dafür war die Einreise von 142 Menschen im Rahmen des EU-Programms.

Im letzten Monat haben 1528 Menschen hierzulande um Asyl ersucht. Das sind 119 oder 8,4 Prozent mehr als im September, wie aus der am Freitag veröffentlichten Asylstatistik des Staatssekretariats für Migration (SEM) hervorgeht.

Ohne die Einreise der 142 Menschen im Rahmen des EU-Umverteilungsprogramms wäre die Zahl der Asylgesuche auch im Oktober rückläufig gewesen. Seit Einführung des Programms hat die Schweiz 1443 Personen aufgenommen. Dabei werden Asylsuchende, die schon in Griechenland oder Italien registriert wurden, auf andere europäische Staaten verteilt. Ziel ist die Entlastung der Länder.

Im Oktober hat die Schweiz auch 36 Personen im Rahmen des Resettlement-Programms des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) aufgenommen. Insgesamt sind bislang 410 der zugesicherten 2000 Opfer des Syrienkrieges hierzulande angekommen.

Trend setzt sich fort

In den jüngsten Asylzahlen setzt sich der Trend der letzten Monate fort. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Gesuche im Oktober um 27,1 Prozent zurückgegangen. Das SEM führt diese Entwicklung darauf zurück, dass sich die Migration über das zentrale Mittelmeer deutlich reduziert hat und die Schweiz nicht primäres Zielland der Menschen ist, die auf diesem Weg nach Westeuropa gelangen.

Die wichtigsten Herkunftsländer der Asylsuchenden im Oktober waren Eritrea mit 274 Gesuchen, Syrien mit 268 Gesuchen, Afghanistan mit 91 Gesuchen, Sri Lanka mit 69 Gesuchen und Somalia mit 46 Gesuchen. Die stärkste Zunahme verzeichneten Gesuche von Syrerinnen und Syrern (+155).

Das SEM erledigte im Oktober 2027 Asylgesuche in erster Instanz. Dabei wurden 494 Entscheide auf Nichteintreten gefällt, 459 davon auf Basis des Dublin-Abkommens. 488 Menschen haben Asyl erhalten und 535 wurden vorläufig aufgenommen. Weiter hängig sind 22'032 Verfahren, 391 weniger als im September.

Die Schweiz "kontrolliert" verlassen mussten im Oktober gemäss SEM 592 Personen. Darunter befanden sich 178 Personen, die an einen anderen Dublin-Staat überstellt wurden. Von anderen Dublin-Staaten übernahm die Schweiz 89 Asylsuchende, die zuerst in der Schweiz registriert worden waren.

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SDA-ATS