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Die lebensbedrohlichen Darmerkrankungen mit dem EHEC-Erreger breiten sich in Deutschland weiter aus. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch stieg die Zahl der Fälle des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) auf 140.

Vier Menschen sind bislang mutmasslich daran gestorben, wobei die letzten Abklärungen in zwei Fällen noch ausstehen. Bei der Suche nach einer Lösung tappten die Behörden weiter im Dunkeln.

Der deutsche Gesundheitsminister Daniel Bahr zeigte sich alarmiert über die schnelle Zunahme der Neuinfektionen und riet den Bürgern zu besonderer Vorsicht. Seit der zweiten Mai-Woche sind bereits Dutzende Personen an blutigem Durchfall und dem HUS erkrankt.

Vor allem Frauen betroffen

2010 waren dem RKI lediglich 65 HUS-Fälle in ganz Deutschland gemeldet worden. "Die Zahl der schweren Verläufe in einem kurzen Zeitraum ist sehr ungewöhnlich. Auch die betroffenen Altersgruppen sind untypisch", teilte das RKI mit. So seien dieses Mal anders als sonst kaum Kinder, sondern überwiegend Frauen betroffen.

Die meisten Fälle sind in Norddeutschland aufgetreten: In Hamburg werden nach Angaben der Behörden 59 Personen zwischen 9 und 77 Jahren stationär wegen HUS oder HUS-Verdachts behandelt. In Kiel gab das Gesundheitsministerium ebenfalls 59 Fälle bekannt. In Niedersachsen waren es 28 HUS-Fälle.

Fälle in anderen Ländern

Das HUS ist eine schwere Erkrankung, die bei bakteriellen Darminfektionen mit sogenannten enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) auftreten kann. Die Betroffenen leiden in der Regel unter akutem Nierenversagen, Blutarmut durch den Zerfall roter Blutkörperchen und einem Mangel an Blutplättchen.

Laut dem österreichischem Gesundheitsministerium sind in den vergangenen Tagen HUS-Fälle in Schweden, den Niederlanden und in Grossbritannien bekannt geworden. In der Schweiz ist nach wie vor keine besondere Häufung der EHEC-Erkrankungen zu beobachten, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am frühen Mittwochabend auf Anfrage der SDA erklärte.

Woher das aggressive Escherichia coli (EHEC) in Deutschland stammt, ist weiterhin unklar. Das Robert-Koch-Institut (RKI) rät aber seit Mittwoch vom Verzehr roher Tomaten, Salatgurken und Blattsalate aus Norddeutschland ab.

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SDA-ATS