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Seit 1987 haben in Europa über drei Millionen Studierende einen Teil ihrer Ausbildung an einer ausländischen Hochschule absolviert. Sie taten dies im Rahmen des Erasmus-Austauschprogramms der Europäischen Union (EU). Auch die Schweiz beteiligt sich an Erasmus.

"Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage und der hohen Jugendarbeitslosigkeit ist Erasmus wichtiger denn je", sagte EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou am Montag in Brüssel. Dank der Kompetenzen und der internationalen Erfahrung, welche die jungen Menschen bei ihrem Aufenthalt im Ausland erworben und gesammelt hätten, stiegen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sagte die EU-Kommissarin weiter.

Im Hochschuljahr 2011/2012 nahmen insgesamt gut 250'000 junge Menschen am EU-Austauschprogramm teil. Gut 200'000 absolvierten einen Teil ihrer Ausbildung an einer ausländischen Hochschule, knapp 50'000 machten bei einer Firma im Ausland ein Praktikum.

"Mit diesen neuen Rekordzahlen haben wir unsere Zielvorgabe von drei Millionen Erasmus-Studierenden übertroffen", sagte Vassiliou. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte sich die Anzahl Erasmus-Studierender um 7,5 Prozent. Die Unternehmens-Praktika verzeichnen einen Zuwachs von 18 Prozent.

Beliebtestes Zielland ist Spanien

Mit 39'545 wurden in Spanien die meisten Erasmus-Stipendien für Studienaufenthalte und Praktika bewilligt, gefolgt von Deutschland (33'363) und Frankreich (33'269).

Von den Schweizer Studierenden absolvierten insgesamt 2514 mindestens ein Semester im Ausland, 200 Schweizerinnen und Schweizer nahmen die Gelegenheit wahr, in einem Unternehmen im Ausland ein Praktikum zu absolvieren.

Spanien war zugleich das beliebteste Zielland. 39'300 Erasmus-Studierenden zog es in das südeuropäische Land. Auf Platz zwei folgt Frankreich mit 28'964 Austauschstudenten vor Deutschland mit 27'872.

Spanien rangiert bei den Schweizer Erasmus-Teilnehmenden auf Rang drei (363), an zweiter Stelle kommt Frankreich (377). Am Meisten Schweizerinnen und Schweizer (587) wählten Deutschland für einen Auslandsaufenthalt.

Knapp 3900 Ausländerinnen und Ausländer kamen im Rahmen von Erasmus in die Schweiz. Mit 1189 war der Anteil der Deutschen am höchsten, gefolgt von 491 Studierenden aus Frankreich. An dritter Stellen steht Spanien mit 374 Erasmus-Teilnehmenden.

Erasmus+ ab 2014

Der durchschnittliche monatliche Zustupf, der ein Erasmus-Stipendiant 2011/2012 erhielt, betrug 252 Euro. Mit diesem Betrag sollen zusätzlichen Lebenshaltungskosten im Ausland und die Reisekosten gedeckt werden.

Neben der Schweiz nehmen Island, Liechtenstein, Norwegen und die Türkei als Nicht-EU-Staaten am Mobilitäts-Programm teil.

Das Nachfolgeprogramm von Erasmus heisst Erasmus+ und wird im Januar 2014 anlaufen. Es ist breiter gefasst als das aktuelle Austauschprogramm. Erasmus+ soll bis 2020 rund vier Millionen Menschen einen Studien-, Fortbildungs- oder Lehraufenthalt sowie die Ausübung einer Freiwilligentätigkeit in einem anderen Land ermöglichen.

Das neue Programm ist für den Planungszeitraum 2014-2020 mit einem Budget von 14,5 Milliarden Euro ausgestattet - dies sind rund 40 Prozent mehr Mittel als für das aktuelle Programm zur Verfügung stehen.

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SDA-ATS