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Die Zahl der illegalen Grenzübertritte in die Europäische Union hat im vergangenen Jahr deutlich abgenommen. Die EU-Mitgliedstaaten zählten im vergangenen Jahr knapp 73'000 illegale Übertritte an den EU-Aussengrenzen und somit rund halb so viele wie im Vorjahr,

Dies teilte die EU-Grenzschutzagentur Frontex am Donnerstag mit. Ein Grund für den Rückgang ist demnach, dass Griechenland seine Grenze zur Türkei stärker sichert und somit eine der wichtigsten Migrationsrouten nach Europa strenger kontrolliert.

Im vergangenen Jahr wurden Frontex zufolge 72'430 illegale Grenzübertritte gezählt. Im Vorjahr wurden noch 141'060 Übertritte an den EU-Aussengrenzen registriert.

Dieser Rückgang sei der grösste seit dem Aufbau von Frontex im Jahr 2005, sagte der Chef der Grenzschutzagentur, Ilkka Laitinen. Zudem ist es das erste Mal, dass die Zahl seit Beginn der automatischen Datenerfassung im Jahr 2008 unter der Marke von 100'000 lag.

Griechisch-türkische Grenze wird besser überwacht

Die Grenze zwischen Griechenland und der Türkei galt lange als Möglichkeit für illegale Einwanderer aus Asien, Afrika und dem Nahen Osten, über die sogenannte östliche Mittelmeerroute nach Europa zu kommen, da die griechischen Behörden mit dem Schutz der Grenze überfordert waren.

Nach Aufforderung mehrerer Mitgliedstaaten und mit Unterstützung der Europäischen Union hat Griechenland die Überwachung der Grenze jedoch deutlich verschärft. Seit dem vergangenen August werden 1800 zusätzliche Grenzbeamte eingesetzt. Zudem baute das Land eine rund zehn Kilometer lange Zaunanlage an dem Grenzfluss Evros.

Infolge der Massnahmen nahm die Zahl der unerlaubten Grenzübertritte von 2000 in der ersten Augustwoche auf unter zehn pro Woche im Oktober ab, wie Laitinen mitteilte. Insgesamt zählten die EU-Länder der Region, Griechenland, Zypern und Bulgarien, im vergangenen Jahr mehr als ein Drittel der illegalen Grenzübertritte.

Ruhigere Lage in Nordafrika

Als zweiten Grund für den deutlichen Rückgang der Zahlen hat Frontex die beruhigte Lage in Nordafrika ausgemacht. Während des Arabischen Frühlings - den politischen Protesten und Umwälzungen in Ländern wie Tunesien, Libyen und Ägypten - waren im Jahr 2011 über das Mittelmeer 59'000 illegale Einwanderer besonders nach Italien und Malta gekommen.

In dieser Region sank die Zahl um 82 Prozent auf rund 10'000 Migranten. Frontex zufolge kamen die meisten Einwanderer aus Afghanistan, Syrien, Albanien, Algerien und Bangladesch.

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SDA-ATS