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In der Schweiz mussten im vergangenen Jahr 606'434 Tiere für Tierversuche herhalten. Das entspricht einem Rückgang von 8,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2011. Stark abgenommen haben die sogenannt schwerbelastenden Versuche.

Solche Versuche wurden im letzten Jahr noch an rund 11'700 Tieren durchgeführt, gegenüber 13'800 Versuchen im Jahr 2011. Damit machen die Versuche des dritten und höchsten Schweregrads noch 1,9 Prozent aller Tierversuche aus, wie das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) am Donnerstag mitteilte.

Am häufigsten, nämlich in über 250'000 Fällen, wiesen die Versuche den Schweregrad 0 auf. Bei solchen Versuchen handelt es sich zum Beispiel um Beobachtungsstudien bei Hühnern.

Bei mehr als der Hälfte aller Versuche kamen Mäuse zum Einsatz. Zusammen mit Ratten, Hamstern und Meerschweinchen machen sie vier Fünftel aller verwendeten Tiere aus.

Güterabwägung

Der langjährigen Statistik ist zu entnehmen, dass die Zahl der Tierversuche seit Anfang der 1980er Jahre stark abgenommen hat. Vor zwanzig Jahren wurden noch rund 2 Millionen Versuche jährlich durchgeführt.

Der Rückgang ist gemäss BVET auf die verschärfte Tierschutzgesetzgebung zurückzuführen. Für Tierversuche braucht es es eine Bewilligung der kantonalen Behörden. Dabei kommt eine Güterabwägung zum Zug: Der Nutzen für die Gesellschaft muss grösser sein als das Leiden der Tiere und es darf keine Alternativmethoden geben.

Dabei würden notgedrungen Äpfel mit Birnen verglichen, schreibt das BVET auf seiner Webseite. Die Güterabwägung sei ein schwieriges, aber nötiges Instrument. "Es liegt in erster Linie am Forschenden selbst überzeugend aufzuzeigen, welchen Nutzen seine Arbeit bringen könnte."

Knapp die Hälfte der Tierversuche entfielen im vergangenen Jahr auf Hochschulen und Spitäler. In der Industrieforschung ist die Anzahl der Versuchstiere gemäss BVET um einen Viertel zurückgegangen.

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SDA-ATS