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Nach dem blutigen Geiseldrama in der irakischen Stadt Tikrit ist die Zahl der Toten auf 65 gestiegen. Das Staatsfernsehen meldete am Mittwochmorgen, 95 weitere Menschen seien verletzt worden. Unter den Toten sind auch die zehn Geiselnehmer.

Militante Extremisten hatten am Dienstag das Provinzparlament gestürmt und die dort tagenden Abgeordneten als Geiseln genommen. Irakische Sicherheitskräfte stürmten wenige Stunden später das Gebäude, um die Geiseln zu befreien. Zahlreiche Geiseln starben dabei.

Bereits bei der Erstürmung des Parlaments durch die Extremisten am Vormittag waren zehn Menschen getötet worden. Die schwer bewaffneten Angreifer, von denen viele Polizeiuniformen trugen, zündeten vor dem Gebäude zwei Autobomben und lieferten sich mit den Sicherheitskräften ein Feuergefecht, ehe sie in den Sitzungssaal des Parlaments eindrangen.

Ministerpräsident Nuri al-Maliki ordnete eine Untersuchung des Verbrechens an. Der Regierungschef setzte am Mittwoch eine Sonderkommission aus Vertretern der Sicherheitsorgane ein, um die Hintergründe des Blutbades aufklären zu lassen.

"Die Kriminellen, die dieses Verbrechen geplant, in die Tat umgesetzt und ihm als Komplizen gedient haben, werden ihrer Bestrafung nicht entgehen", hiess es in einer Stellungnahme Malikis, die in Bagdad veröffentlicht wurde.

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SDA-ATS