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In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind am Dienstag erneut zehntausende Menschen auf die Strasse gegangen und haben den Rücktritt von Präsident Ali Abdullah Saleh gefordert. Erstmals waren auch die Oppositionsparteien bei den Protesten vertreten.

Unter anderem war Scheik Abdul-Madschid al-Sindani bei der Kundgebung anwesend, der nach Angaben der USA Verbindungen zum internationalen Terrornetzwerk Al-Kaida haben soll.

Die Demonstranten blockierten drei Strassen, die zu einem grossen Platz nahe der Universität Sanaas führen. Dort campieren seit mehr als einer Woche Studenten und pro-demokratische Demonstranten. "Das Volk will den Sturz des Regimes, das Volk will den Rücktritt von Ali Abdullah Saleh", riefen die Menschen in Sprechchören.

Kritik an Obama

Noch während der Proteste hielt Präsident Saleh auf dem Campus eine Rede. Dabei warf er Israel und den USA vor, hinter den Revolten in der gesamten arabischen Welt zu stecken.

Die Proteste "von Tunis bis zum Sultanat Oman" seien ein "Sturm, der unter der Aufsicht Washingtons in Tel Aviv inszeniert wurde", sagte er. Die Proteste der Opposition in seinem Land seien jedoch "nur ein Versuch", die Revolten in anderen arabischen Ländern zu imitieren.

An Obama übte Saleh scharfe Kritik und warf ihm vor, sich in die Belange der arabischen Länder einzumischen. "Jeden Tag hören wir ein Statement von Obama - Ägypten lass dies, Tunesien lass das", sagte Saleh. "Was hat Obama mit Ägypten zu tun? Er ist Präsident der USA." Die USA zählten bisher zu den wichtigsten Verbündeten des jemenitischen Präsidenten.

Am Abend entliess Saleh die Gouverneure von fünf Provinzen. Betroffen seien vier Verantwortliche im Süden und ein weiterer im Westen des Landes.

UNO-Kommissarin fordert Zurückhaltung

Die UNO-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay rief die jemenitischen Behörden angesichts der massiven Proteste eindringlich zur Zurückhaltung auf und warnte vor dem Einsatz von Gewalt.

"Die Bevölkerung hat das legitime Recht, ihren Protest auszudrücken und ihre Forderungen an die Regierung zu formulieren", erklärte sie in Genf. Die jemenitische Regierung müsse daher die Demonstranten, berichterstattende Journalisten und Menschenrechtsaktivisten schützen.

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SDA-ATS