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Die Stimmung bei den Protesten in Harare war fröhlich.

KEYSTONE/EPA/KIM LUDBROOK

(sda-ats)

In der simbabwischen Hauptstadt Harare sind am Samstag Zehntausende Menschen auf die Strasse gegangen, um den erwarteten Sturz von Präsident Robert Mugabe zu feiern.

Die Demonstranten schwenkten Landesfahnen und umarmten Soldaten. Auf Plakaten war zu lesen: "Nein zu einer Mugabe-Dynastie". Am Mittwoch hatte das Militär die Macht in dem südafrikanischen Land übernommen.

Die Stimmung bei der Kundgebung war ausgelassen und friedlich: Die Demonstranten tanzten, pfiffen und bejubelten Soldaten, die die Proteste ausdrücklich begrüsst hatten. "Das ist der beste Tag in meinem Leben. Wir hoffen auf ein neues Leben nach Mugabe", sagte der 38-jährige Sam Sechete.

Mugabes eigene Partei ZANU-PF hat den 93-jährigen Präsidenten zum Rücktritt aufgefordert. Mit der Machtübernahme will das Militär verhindern, dass Mugabe seine 52-jährige Ehefrau Grace als Nachfolgerin an der Staatsspitze installiert. Mugabe selbst regiert seit 37 Jahren.

Auf den Strassen liessen die Demonstranten ihren Emotionen freien Lauf. Sie forderten einen politischen und wirtschaftlichen Wandel in dem seit zwei Jahrzehnten in der Krise steckenden Land. "Darauf habe ich mein ganzes Leben gewartet", sagte der 34-jährige Frank Mutsindikwa. "Endlich sind wir frei".

Der 22-jährige Remember Moffat hielt Bilder von Militärchef Constantino Chiwenga und dem von Mugabe entlassenen Vize-Präsidenten Emmerson Mnangagwa hoch: "Das sind unsere neuen Führer", rief er.

Derzeit befindet sich Mugabe unter Hausarrest der Armee, die jedoch versicherte, ihn nicht stürzen zu wollen. Am Freitag war Mugabe erstmals wieder öffentlich aufgetreten, als er an einer Universitäts-Abschlussfeier teilnahm.

Mugabe - mittlerweile der älteste Staatschef der Welt - hatte das ehemalige Rhodesien 1980 in die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Grossbritannien geführt. Er war zunächst Regierungschef, bevor er 1987 Präsident wurde. Mugabes Gegner werfen ihm einen autoritären Regierungsstil vor und machen ihn für die grassierende Misswirtschaft verantwortlich.

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SDA-ATS