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Berlin - Mehrere zehntausend Menschen haben erneut gegen das Bahnhofsprojekt "Stuttgart 21" protestiert. Die Veranstalter, die zu einer "Volksversammlung" aufgerufen hatten, sprachen am Samstagnachmittag von rund 50'000 Teilnehmern, die Polizei von etwa 33'000.
Die Kundgebung richtete sich besonders gegen das geplante Fällen von mehr als 200 Bäumen im Stuttgarter Schlossgarten, die dem umstrittenen unterirdischen Bahnhofsneubau weichen sollen.
Aktivisten der Organisation Robin Wood und weitere Gegner des Bahnhofsprojekts besetzten vier der Bäume. Sie zogen hölzerne Plattformen in die Baumwipfel, auf denen sie ausharrten. Axel Wieland von dem Umweltverband BUND kündigte an, es solle eine dauerhafte Präsenz von Demonstranten zum Schutz der Bäume aufrechterhalten werden. Dazu wurden auch Zelte im Schlossgarten errichtet.
In den vergangenen Wochen waren immer wieder Zehntausende gegen "Stuttgart 21" auf die Strasse gegangen. Das von der Bahn auf 4,1 Milliarden Euro bezifferte Projekt sieht die Umwandlung des Hauptbahnhofs in eine unterirdische Durchgangsstation und deren Anbindung an die geplante Neubaustrecke nach Ulm vor, die noch einmal 2,9 Milliarden Euro kosten soll.

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SDA-ATS