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Die Rachegelüste müssen gross gewesen sein: Fünf Ehefrauen haben in der saudischen Handelsmetropole Dschidda ihren Männern das Geschlechtsorgan abgeschnitten. Über diese Fälle aus den vergangenen Wochen berichtete die arabische Tageszeitung "Al-Hayat" am Dienstag.

Demzufolge wurden die Opfer dieser Entmannungen im König-Fahd-Spital in Dschidda behandelt. Die Leiterin der psychiatrischen Abteilung, Mona al-Sawaf, führte diese Art der eskalierenden Gewalt in saudischen Schlafzimmern auf Gefühle der emotionalen Vernachlässigung und des Drangs nach Rache bei den Ehefrauen zurück, hiess es in dem Bericht weiter.

Auch würden Fälle der häuslichen Gewalt gegen Männer selten zur Anzeige gebracht, weil sich die betroffenen Vertreter des starken Geschlechts dafür schämten, sagte die Psychiaterin.

In Saudi-Arabien dürfte allerdings das Ausmass der häuslichen Gewalt gegen Frauen weit grösser sein. Frauen sind in dem islamischen Königreich vor dem Hintergrund puritanischer Glaubensgesetze und bis heute fortlebender Stammestraditionen massiv diskriminiert. Selbst die ihnen formell zustehenden Rechte werden ihnen häufig verwehrt.

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SDA-ATS