Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Die Rebellen in der Zentralafrikanischen Republik sind am Samstag in die Hauptstadt Bangui vorgestossen. Sie lieferten sich laut Augenzeugen in den nördlichen Aussenbezirken Banguis Kämpfe mit Regierungstruppen.

Ein Sprecher der Rebellenallianz Séléka, Nelson Ndjadder, bestätigte, dass seine Kämpfer in die Hauptstadt vorgedrungen seien. Beim Vormarsch hätten sie einen Militärhelikopter der Regierung abgeschossen.

Ein hochrangiger Vertreter der regionalen Friedensmission bestätigte diese Aussagen, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Abend berichtete.

Tausende Rebellen waren in den vergangenen Tagen immer weiter auf die Hauptstadt Bangui vorgerückt. Bereits am Freitag hätten rund 2000 Kämpfer der Rebellenbewegung Séléka einen Kontrollpunkt in Damara durchbrochen, sagte ein lokaler Journalist dem britischen Sender BBC. Dieser liegt 75 Kilometer nördlich von Bangui.

Die Streitkräfte des Landes hatten die Séléka-Rebellen per Helikopter aus der Luft angegriffen und den Vormarsch fürs erste stoppen können.

Angesichts der Lage wurden in der Hauptstadt Geschäfte, Büros und Schulen geschlossen. Das französische Aussenministerium rief alle Landesleute im Land auf, nicht mehr aus dem Haus zu gehen.

Gleichzeitig forderte Frankreich alle Konfliktparteien zur Zurückhaltung und zum Schutz der Zivilbevölkerung auf. Je nach weiterer Entwicklung der Lage werde Paris angemessene Massnahmen ergreifen, um seine Bürger im Land zu schützen, hiess es.

UNO-Sicherheitsrat besorgt

Der UNO-Sicherheitsrat hatte sich am Freitagabend "tief besorgt" geäussert über das Vorrücken der Rebellen. In einer Erklärung verurteilte er alle Versuche zur Destabilisierung der Republik Zentralafrika.

Zugleich erklärten die 15 Sicherheitsratsmitglieder nach einer auf Wunsch Frankreichs einberufenen Dringlichkeitssitzung, die Verantwortlichen für Folter, Vergewaltigungen und extralegale Hinrichtungen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Zentralafrika ist Mitglied des für Kriegsverbrechen zuständigen Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag. Bereits vergangene Woche hatte der Sicherheitsrat die Konfliktparteien in Zentralafrika aufgefordert, sich an das von ihnen im Januar unterzeichnete Abkommen zur Beilegung der Krise zu halten.

Es sieht unter anderem einen Waffenstillstand sowie die Bildung einer Übergangsregierung und Wahlen binnen zwölf Monaten vor. Präsident François Bozizé soll demnach bis zum Ende seiner Amtszeit Präsident bleiben, ihm wird aber ein von der Opposition zu bestimmender Regierungschef zur Seite gestellt.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS