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Athen - Auf der griechischen Insel Kreta haben Archäologen überraschend Beweise dafür gefunden, dass der Mensch sehr viel früher als bisher angenommen zur See fahren konnte.
Wie das griechische Kulturministerium mitteilte, entdeckte ein Team griechischer und US-Archäologen auf der Mittelmeerinsel mindestens 130'000 Jahre alte Steinwerkzeuge. Nach Angaben des Ministeriums stellen die Funde auf Kreta "das weltweit älteste Anzeichen für die frühe Seefahrt dar".
Kreta ist seit fünf Millionen Jahren vom Festland getrennt, und wer immer die Werkzeuge hergestellt hat, muss eine mindestens 65 Kilometer lange Seereise bewältigt haben. An der Fundstelle würden nun weitere Ausgrabungen durchgeführt, hiess es.
Die bislang ältesten Zeugnisse einer Seereise waren 60'000 Jahre alt - als die früheste auf griechischen Inseln vorgenommene Seereise galt eine Überfahrt vor 11'000 Jahren. Die nun gefundenen Werkzeuge könnte nach Angaben des Ministeriums jedoch zwischen 130'000 Jahre bis zu 700'000 Jahre alt sein.
"Die Funde beweisen nicht nur, dass es im Mittelmeer zehntausende Jahre früher Seefahrt gab als bisher bekannt war, sondern sie verändern auch die Kenntnisse über die kognitiven Fähigkeiten des frühen Menschen", erklärte das Ministerium.
Die in den Regionen von Plakia und Preveli 2008 und 2009 gefundenen Steinwerkzeuge werden dem Homo heidelbergensis und dem Homo erectus zugeschrieben, frühen Vorfahren des modernen Menschen.
Eigentlich hatte das Team griechischer Archäologen gemeinsam mit Archäologen des Athener US-Instituts für klassische Studien im Südwesten von Kreta nach Überresten einer steinzeitlichen Siedlung aus dem Jahre 10'000 vor Christus gesucht.

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SDA-ATS