Bei Raketenangriffen auf die libysche Hauptstadt Tripolis sind mindestens zwei Zivilisten getötet worden. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden am Dienstagabend zudem vier weitere Menschen verletzt.

Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, erschütterten mindestens sieben heftige Explosionen das Stadtzentrum von Tripolis. Aus dem Stadtteil Abu Slim im Süden der Hauptstadt stiegen nach Angaben von Augenzeugen dichte Rauchwolken auf.

Es war das erste Mal, dass das Stadtzentrum von Tripolis von den Gefechten betroffen war. Unklar war zunächst, wer die Raketen abgefeuert hatte.

Der abtrünnige libysche General Chalifa Haftar hatte Anfang April eine Offensive auf Tripolis gestartet. Bei den heftigen Gefechten wurden nach Uno-Angaben bereits mehr als 170 Menschen getötet und mehr als 750 weitere verletzt.

In dem nordafrikanischen Land herrscht seit dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Chaos. Die Regierung in Tripolis ist schwach und hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. Haftar unterstützt eine Gegenregierung im Osten Libyens.

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