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Die Zürcher Kantonalbank erwartet, dass der Brexit die Exportdynamik schwächen wird. Hafen Kleinhüningen bei Basel, wo ein Kran einen Container verlädt.

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) senkt nach dem Brexit-Entscheid ihre Prognosen für die Schweizer Wirtschaft. Für das laufende Jahr erwartet sie noch ein Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) um 1,1 Prozent.

Vor dem Austrittsentscheid der Briten war die Kantonalbank von einem Wachstum von 1,2 Prozent ausgegangen. Auch für das nächste Jahr senkt die ZKB die Prognose: Sie lautet neu 0,9 anstatt 1,1 Prozent.

Die zurückhaltendere Prognose begründet die ZKB vor allem mit dem stärkeren Franken. Unmittelbar nach dem Brexit-Entscheid hatte sich der Franken aufgewertet, da er als sicherer Zufluchtshafen in unsicheren Zeiten gilt.

Ein starker Franken ist schlecht für die Schweizer Exportwirtschaft, da er Schweizer Waren im Ausland verteuert. Deshalb wirkt die Schweizerische Nationalbank (SNB) einer zu starken Aufwertung mit Stützungskäufen entgegen.

Dennoch geht die ZKB nach dem Ja zum Brexit von einem stärkeren Franken aus als noch zuvor. Auf Sicht von drei Monaten erwartet sie nun einen Euro-Franken-Wechselkurs von 1,07 Franken. Vor dem Brexit-Entscheid war sie von 1,10 Franken ausgegangen.

Der Effekt des stärkeren Frankens dürfte sich schon bald negativ niederschlagen, schreibt die Kantonalbank. Gegen Jahresende dürfte sich dann auch die schwächere europäische Nachfrage auswirken. Die Kantonalbank erwartet eine abnehmende Exportdynamik.

Die ZKB ist das erste Institut, das nach dem Brexit die Wirtschaftsprognosen für die Schweiz senkt. Weitere könnten aber folgen: Jan-Egbert Sturm, Direktor der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF), sagte am Tag des Brexit-Entscheids: "Ich glaube schon, dass wir die BIP-Prognosen revidieren müssen."

Anders die UBS: Die Grossbank sah am Freitag keinen Anpassungsbedarf bei ihren Prognosen. "Aktuell gelten die BIP-Prognosen noch", sagte UBS-Schweiz-Chefökonom Daniel Kalt. Denn die Prognosen lägen ein bisschen unter dem Konsens der Ökonomengilde.

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SDA-ATS