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Die jüngst erfolgte Zahlung von rund 100 Millionen Franken in die USA zur Beilegung des Steuerstreits hatte keinen Einfluss auf das Halbjahresergebnis der ZKB, da sie erst im August erfolgte und zudem durch Rückstellungen gedeckt war. (Archivbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat im ersten Halbjahr 2018 die Gewinnzahlen dank Steigerungen im Zinsen- und im Kommissionsgeschäft leicht verbessert. Für den weiteren Jahresverlauf gibt sich das Geldhaus verhalten optimistisch.

Der Geschäftserfolg als operative Grösse stieg um 4,6 Prozent auf 436 Millionen Franken, der Reingewinn um 4,5 Prozent auf 439 Millionen Franken. Das "erfreuliche Ergebnis" sei vor allem der Entwicklung der Hauptertragspositionen zu verdanken, teilte die grösste Schweizer Kantonalbank am Freitag mit.

Handelsgeschäft taucht

So konnte etwa der Netto-Erfolg im Zinsengeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent auf 625 Millionen verbessert werden. Als Hauptkomponente des Zinsengeschäfts wuchs das Hypothekargeschäft in den ersten sechs Monaten mit 1,5 Prozent und damit im Rahmen des Marktes. Die Hypothekarforderungen per Mitte Jahr machten damit 80,3 Milliarden Franken aus.

Dank der "freundlichen Entwicklung" im Wertschriften- und Anlagegeschäft konnte der Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 4,9 Prozent auf 396 Millionen verbessert werden. Das Handelsergebnis liegt mit 151 Millionen Franken derweil deutlich (19 Prozent) unter dem Vorjahreswert.

Die Bank begründet den Rückgang mit den aktuellen geopolitischen Ereignissen und den damit verbundenen Unsicherheiten, die sich negativ auf das Marktumfeld ausgewirkt hätten. Alles zusammengerechnet stieg der Geschäftsertrag um 2,2 Prozent auf 1,21 Milliarden Franken.

US-Busse ohne Einfluss auf Halbjahresergebnis

Im Ausblick auf das zweite Halbjahr zeigt sich Konzernchef Martin Scholl einigermassen zuversichtlich. Er erwartet zwar ein anspruchsvolles zweites Semester, glaubt aber, dass die Bank auch im zweiten Halbjahr ein "ansprechendes Ergebnis" erwirtschaften wird.

Die jüngste Zahlung von rund 100 Millionen Franken an die US-Behörden zur Beilegung des Steuerstreits hatte keinen Einfluss auf das Ergebnis, da die Einigung erst im August und damit nach Abschluss des Halbjahres erfolgte.

Spekuliert wird, dass die ZKB deutlich höhere Rückstellungen dafür getätigt hätte und damit einen Gewinn aus der Auflösung dieser Rückstellungen verbuchen könnte. Sollte dem so sein, würde man das aber erst bei der Jahresrechnung sehen.

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SDA-ATS