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Géraldine Ruckstuhl bestreitet an den Europameisterschaften in Berlin ab Donnerstag ihren ersten Siebenkampf der Saison. Dennoch ist sie zuversichtlich.

Ruckstuhl blickt auf ein fantastisches Jahr 2017 zurück. Die Luzernerin stellte zweimal einen Schweizer Rekord im Siebenkampf auf und löschte die Bestmarke von Corinne Schneider aus dem Jahr 1985, gewann an der U20-EM in Grosseto die Silbermedaille und belegte an den Weltmeisterschaften in London den guten 11. Rang. 6357 Punkte im Alter von damals erst 19 Jahren, nachdem sie im Februar 2016 nach einem Unfall im Training schwere innere Verletzungen erlitten und die Ärzte Zweifel hatten, ob sie die Karriere überhaupt fortsetzen kann.

Ruckstuhl liess sich jedoch nicht unterkriegen, lernte dadurch ihren Körper besser kennen. Deshalb ging sie kein Risiko ein, als sie Ende Mai in Götzis nach der ersten Disziplin, den 100 m Hürden, muskuläre Probleme im Oberschenkel verspürte. Sie gab den Wettkampf auf und nahm sich genügend Zeit, um die Verletzung auszukurieren. "Das hat sich ausbezahlt", sagte Ruckstuhl, die im April von der Stiftung Schweizer Sporthilfe als beste Nachwuchsathletin des vergangenen Jahres ausgezeichnet worden war und 12'000 Franken kassierte, die sie für einen Kraftraum zu Hause gerne entgegen nahm.

"Die Form ist gut"

Allerdings hat Ruckstuhl in diesem Jahr noch keinen Siebenkampf bestritten, da ein solcher nach Götzis nicht ins Programm passte. Stattdessen absolvierte sie viele Starts in Einzeldisziplinen. Darin sieht sie keinen grossen Nachteil. Sie verwies auf Götzis 2017, als sie den ersten Schweizer Rekord erzielt hatte. Damals war es ebenfalls der erste Siebenkampf der Saison. "Die Form ist gut", ist Ruckstuhl überzeugt. Ohnehin bezeichnet sie 2018 als Erfahrungsjahr, da kein U23-Grossanlass im Kalender stand.

Ruckstuhl ging als Kind zunächst ins Geräteturnen. Mit dem Leichtathletik-Training begann sie mehr aus Zufall. Zunächst trainierte sie einmal pro Woche, dennoch stellten sich rasch Erfolge ein. Dass sie heute Siebenkampf macht, ist insofern logisch, als sie Abwechslung mag. Ohnehin ist sie ein Sport-Junkie. Vom vergangenen Oktober bis im März bestritt sie die Spitzensportler-RS, bei der abgesehen von einer dreiwöchigen militärischen Grundausbildung das Training im Fokus stand. Dort sah sie erstmals, wie es ist, professionell zu trainieren.

Ruckstuhls Haupttrainer ist Rolf Bättig. Weiter zum Team gehören Terry McHugh (Speer), Raphaël Monachon (Hürden) und Adrian Rothenbühler (Kraft/Sprünge). Neben dem Training arbeitet sie zu 30 Prozent im Personalbüro ihres einstigen Lehrbetriebs Swiss Krono. Sie braucht das neben der Leichtathletik.

Nun gilt der ganze Fokus aber Berlin. "6000 Punkte müssen es schon sein", sagte Ruckstuhl. "Sonst bin ich nicht zufrieden. Die immense Hitze stellt für sie kein Problem dar. "Besser es ist zu warm als zu kalt." Dass sie vor einem Jahr an den Weltmeisterschaften dabei war, erachtet sie als grossen Vorteil, da sie nun die ganzen Abläufe schon kennt. Und wer weiss, vielleicht kann sie das Jahr 2017 gar noch toppen.

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SDA-ATS