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Die Panzernashorn-Kuh Saar hat den Zoo Basel am Mittwoch in Richtung Frankreich verlassen.

Bild: Keystone/Zoo Basel (Torben Weber)

(sda-ats)

Die letztes Jahr zu Zuchtzwecken nach Basel geholte Panzernashorn-Kuh Saar hat den Zolli wieder verlassen. Der erhoffte Nachwuchs stellte sich nicht ein. Zudem kam es zu Streitigkeiten in der Panzernashorn-Anlage.

Saar sei am Mittwoch mit einem Transporter nach Frankreich gebracht worden, teilte der Zoo Basel mit. Die 17-jährige Panzernashorn-Kuh war im April 2016 aus dem niederländischen Zoo Amersfort nach Basel gekommen. Ihr Aufenthalt im Zolli dauerte damit anderthalb Jahre. Nun findet sie im Parc Animalier et Botanique Branféré in der Bretagne eine neue Heimat.

Die Hoffnung, dass Saar in Basel für Nachwuchs sorgen würde, erfüllte sich nicht. Während sie in den Niederlanden 2011 erfolgreich ein Junges aufgezogen hatte, habe sie in Basel keine Anzeichen von Brunft gezeigt. Deshalb sei sie auch nie mit dem Basler Bullen, dem 23 Jahre alten Jaffna, zusammen gekommen, teilte der Zolli weiter mit.

Hinzu kam, dass die als an sich sehr ruhig und umgänglich beschriebene Saar sich nie mit dem im Januar geborenen Nashorn-Jungen Orys anfreunden konnte. Dies führte laut dem Zolli zu Streitereien unter dessen Mutter Quetta (24) und Saar. Die beide Panzernashorn-Kühe hätten sich aber sonst eigentlich gut verstanden.

Mit Saar hätte der Zoo Basel seine Erfolgsgeschichte bei der Zucht von Panzernashörnern fortschreiben wollen. Diese begann 1956, als in Basel weltweit zum ersten Mal ein Nashorn in einem Zoo auf die Welt kam. Inzwischen ist der Zolli bei der Geburt Nummer 35 angelangt.

Der Zolli ist derzeit landesweit der einzige Zoo, in dem Nashörner gehalten werden. In Basel werden auch das europäische und das internationale Zuchtbuch für Panzernashörner geführt. Weltweit leben derzeit laut dem Zolli nur 21 dieser stark bedrohten Riesen in zoologischen Gärten.

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SDA-ATS