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Zürich - Der Dekan Zürcher Oberland, Vitus Schmid, fordert Bischof Vitus Huonder um Rücktritt auf. In einem Schreiben an die Katholische Internationale Presseagentur kipa wirft er dem Bischof von Chur Naivität und Unfähigkeit vor.
Schmids Unmut entzündete sich an der bekannt gewordenen Absicht Huonders, den umstrittenen Martin Grichting zum zweiten Weibischof für das Bistum zu ernennen. In einem Schreiben, das auf der Bistums-Homepage aufgeschaltet wurde, hatte der Churer Bischof Indiskretionen im Zusammenhang mit der Ernennung kritisiert.
Huonder hält darin fest, über die Ernennung eines zweiten Weihbischofs sei noch nichts entschieden. Grichting bezeichnet er als "teamfähig und kompetent".
Zum Vorwurf, Grichting stehe den staatskirchenrechtlichen Institutionen kritisch gegenüber, schreibt Huonder, Grichting selbst sei unter anderem "in seiner Zeit als Pfarrer während etwa 10 Jahren Mitglied eines Kirchgemeindevorstands" gewesen.
Zu kleines FeigenblattDies lässt Schmid nicht gelten. Huonder halte damit bloss ein "Feigenblatt" vor Grichting - und erst noch ein zu kleines. Im übrigen habe der Bischof selber Mühe mit den staatskirchenrechtlichen Institutionen.
Es herrsche eine "Unruhe im Volk Gottes", schreibt Schmid, "die von der Kirchenleitung verursacht wird". Huonder solle "seine Demission einreichen und fähigeren Kräften den Weg frei machen".
Wie Schmid auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte, drückt der Brief seine eigene Meinung aus - er sei damit aber "nicht allein". Im übigen kenne der Bischof diese Meinung. Er gehe aber nicht darauf ein.
Der Sprecher des Generalvikariats, Franz Stampfli, sagte auf Anfrage, es sei bekannt, dass Schmid mit Huonder "das Heu nicht auf der gleichen Bühne" habe. Laut Stampfli ist das Problem mit Grichting "dessen Umgang mit seinen Gegnern". Er "verteufelt und verunglimpft sie". Damit tauge Grichting ganz einfach nicht zum Bischof.

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SDA-ATS