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Das Zürcher Bezirksgericht hat am Mittwoch einen 33-jährigen Internetbetrüger zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Der EDV-Supporter hatte online allerlei Waren angeboten, Zahlungen kassiert und dann wertloses Zeug oder gar nichts geliefert.

Über bekannte Auktionsplattformen bot der Angeklagte unter seriös klingenden Firmennamen ab Oktober die verschiedensten Dinge zu relativ günstigen Preisen an: Von der Tahiti-Perlenkette über Möbel bis hin zu Playstations und Plasmafernsehern.

Die Käufer zahlten wie verlangt im Voraus - und wurden enttäuscht: Statt des angebotenen Artikels wurde Ramsch geliefert. So brachte etwa die Post nicht eine wertvolle Perlenkette, sondern aufgefädelte gefärbte Murmeln. Andere, etwa die Käufer von 7000 Franken teuren Plasmafernsehern, warteten ganz umsonst: Geliefert wurde nie etwas.

Insgesamt kam laut Gericht eine Deliktsumme von rund 200'000 Franken und 30'000 Euro zusammen. Der mehrfach einschlägig vorbestrafte Mann wurde im Herbst 2009 einmal mehr verhaftet. Seither sitzt er im Gefängnis.

Bloss schlechte Geschäfte - kein Vorsatz

Der Angeklagte war vor Gericht nur teilweise geständig. Jeglichen Vorsatz stritt er ab. Seine Geschäfte seien einfach schlecht gelaufen, erklärte er.

Das Gericht bezeichnete den Angeklagten als hartgesottenen Rechtsbrecher, der überdies nicht aus einer Notlage heraus handelte. Er habe klare Täuschungshandlungen vorgenommen. Insgesamt sei sein Verschulden erheblich.

Es sprach den Mann des gewerbsmässigen Betrugs schuldig und verurteilte ihn zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe. Damit ging es über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus: Diese hatte eine dreijährige Freiheitsstrafe gefordert. Zudem solle der Mann eine frühere, bedingte Strafe von 15 Monaten absitzen. Die Verteidigung plädierte auf Teilfreisprüche und fand 18 Monate angemessen.

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SDA-ATS