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Der Zürcher Publizist Ulrich Saxer ist am vergangenen Freitag im 82. Lebensjahr gestorben. Saxer vertrat als bedeutende Persönlichkeit die Wissenschaft in der Schweizer Medienpolitik.

Geboren worden war Saxer am 6. Januar 1931 in Küsnacht ZH. Auf einer Reise nach München starb er nun völlig überraschend, wie verschiedene Medien am Mittwoch berichteten. Gemäss Todesanzeige findet die Bestattung im engen Familienkreis statt. Am 22. Juni wird um 14.30 Uhr in der Zürcher Wasserkirche eine Gedenkfeier abgehalten.

Habilitiert hatte Saxer 1970 an der Universität Zürich. Hier und in Grossbritannien hatte er Jura, Germanistik und Anglistik studiert und mit einer Arbeit über Gottfried Keller 1957 den Doktortitel erworben. 1973 wurde er zum Assistenzprofessor für Publizistik mit Berücksichtigung der Kunstsoziologie an der Uni Zürich ernannt, wie diese auf ihrer Website schreibt.

1975 bis zu seiner Emeritierung 1996 stand er dem Publizistischen Seminar vor. Ab 1977 als Extraordinarius, ab 1983 als ordentlicher Professor. Er baute es aus zu einer "aufgeschlossenen publizistikwissenschaftlichen Lehr- und Forschungsinstitution", schreibt die Uni. Zahllose Journalisten durchliefen dort ihre wissenschaftliche Ausbildung.

Lokalradioversuche begleitet

Auch medienpolitisch spielte Saxer eine wichtige Rolle. Ende der 1970er Jahre war er Mitglied der eidgenössischen Expertenkommission für eine Mediengesamtkonzeption. In den 1980er Jahren, als das Monopol des "Schweizer Radios" bröckelte, leitete er unter anderem die Begleitforschung zu den Lokalradioversuchen.

Nach seiner Emeritierung baute er das medienwissenschaftliche Institut an der Universität der italienischen Schweiz auf. Zudem wurde er als Honorarprofessor an die Universität Wien berufen, wo er bis zuletzt Seminare abhielt.

Vor wenigen Wochen schloss Saxer sein bisher umfassendstes wissenschaftliches Werk ab. Es wird im Sommer erscheinen, wie das Forschungs- und Beratungsunternehmen publicom zum Tod seines Ehren- und früheren langjährigen Verwaltungsratspräsidenten schreibt.

Im Jahr 2000 richtete Saxer die Ulrich-Saxer-Stiftung ein. Zum Ziel hat sie die Nachwuchsförderung in der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft.

SDA-ATS