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Fussball - Knapp einen Monat vor dem Abstimmungstermin meldet sich der Zürcher Stadtrat im Abstimmungskampf ums Hardturmstadion und die geplante Wohnsiedlung zu Wort.
Grundsätzlich empfiehlt der Stadtrat, die miteinander verknüpften Vorlagen anzunehmen. Sie seien wichtig „für die Sport- und Wohnstadt Zürich“.
Zürich sei die grösste Fussballstadt der Schweiz, sagte Gerold Lauber (CVP), Vorsteher des Schul- und Sportdepartementes. Keine andere Schweizer Stadt habe zwei Clubs in der obersten Liga. Zürich verdiene ein reines Fussballstadion, das zum" Epizentrum für Tausende Fussballer und Fussballerinnen" werde.
Hauptsächlich äusserte sich der Stadtrat aber zu den Kosten. Diese seien gar nicht so hoch, wie man meinen könnte. Eigentlich gehe es beim Objektkredit von 216 Millionen nicht um 216 Millionen Franken Erstellungskosten fürs Stadion, führte Finanzvorstand Daniel Leupi (Grüne) aus. Denn die Stadt erhalte von der Betriebsgesellschaft des Stadions - einer Aktiengesellschaft, bei der die Stadt die Aktienmehrheit hält und sich mit 5 Millionen Franken beteiligt - jedes Jahr 9,1 Mio. Franken Miete. "Damit sind die Kapitalkosten inklusive Abschreibungen für Bau, Unterhalt und andere Folgekosten finanziert", sagte Leupi.
Die Betriebsgesellschaft bezahle der Stadt für das Stadion eine angemessene Miete. Sie kann aber nach Meinung des Stadtrats nicht genug Einnahmen generieren, um diese Miete vollumfänglich zu erwirtschaften. Darum bezahlen die beiden Clubs GC und FCZ pro Jahr zwischen 3 und 5 Mio. Franken und die Stadt höchstens 8,3 Mio. Franken (Defizitgarantie) in die Betriebs-AG ein.
Für die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger stelle sich daher nicht in erster Linie die Frage, ob sie dem Objektkredit von 216 Mio. Franken zustimmen wollen, sondern ob sie bereit seien, den Fussballsport indirekt mit bis zu maximal 8,3 Mio. Franken pro Jahr zu unterstützen und das Land kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Ohne Stadion können die Wohnungen in der vorgesehenen Form sicher nicht gebaut werden. Denn das Land kann die Besitzerin, die Credit Suisse, von der Stadt wieder zurückkaufen, wenn diese kein Stadion darauf realisiert, wie Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) in Erinnerung rief. Dass die CS das Land der Stadt überlasse, sei wohl eher unrealistisch. Mauch wies darauf hin, dass die Erstellungskosten von 103,15 Millionen Franken für die 154 Wohnungen „vollständig durch die Mieteinnahmen gedeckt werden und daher die Stadtkasse letztlich nicht belasten.“

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SDA-ATS