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Bienenfresser reisen gerne mit einer festen Gruppe von Artgenossen, wie eine Studie zeigt.

Mathias Schaef

(sda-ats)

Bald geht es für viele kleine Vögel wieder Richtung Winterquartier im Süden. Forschende der Vogelwarte Sempach LU haben nun nachgewiesen, dass Bienenfresser dabei in festen Reisegruppen unterwegs sind.

Der farbenprächtige Bienenfresser (Merops apiaster) ist zwischen April und Oktober in der Schweiz anzutreffen, zieht aber für die Wintermonate in den Süden. Dabei sind diese Vögel offenbar rund acht Monate lang mit Freunden unterwegs: Vom Aufbruch nach Afrika im Herbst bis zur Rückkehr in die Brutgebiete im darauffolgenden Jahr sind sie fast ununterbrochen mit den gleichen Artgenossen zusammen. Das berichten Forschende der Vogelwarte Sempach LU im Fachblatt "Current Biology".

Über das Sozialverhalten von kleinen Vögeln während des jahreszeitlichen Vogelzugs war bisher wenig bekannt, schrieb die Vogelwarte in einer Mitteilung vom Donnerstag. Nun erhielt das Forschungsteam Einblick dank neuester Technologie: sogenannter Multisensor-Logger, welche die Vogelwarte gemeinsam mit der Berner Fachhochschule und mit Unterstützung des Bundesamts für Umwelt entwickelt hatte.

Leichtgewichtige Datensammler

Mit diesen Geräten statteten Schweizer und deutsche Ornithologen 29 Bienenfresser aus. Diese Geräte sammelten alle fünf Minuten Daten über die Aktivität des Vogels, Lichtintensität, Temperatur und über den atmosphärischen Druck auch die Flughöhe. Nach Rückkehr der Vögel in ihre Brutgebiete sammelten die Wissenschaftler die Logger wieder ein und werteten die Daten aus.

"Es zeigte sich, dass die Logger verschiedener, nicht näher miteinander verwandter Bienenfresser über lange Zeiträume identische Flughöhen aufgezeichnet hatten", erklärte Studienautorin Kiran Dhanjal-Adams. Rund die Hälfte der Individuen waren demnach auf ihrer rund 14'000 Kilometer weiten Reise nie länger als fünf Tage am Stück getrennt, wie die Forschenden im Fachartikel schreiben. Fast alle schlossen sich innerhalb eines Monats wieder mit den Artgenossen zusammen, mit denen sie zuvor Zeit verbracht hatten.

Viele Tierarten begeben sich auf Wanderschaft, von Zebras bis zu Monarchfaltern. Wer dabei mit wem unterwegs ist, sei ohne direkte Beobachtung bisher unklar geblieben, schrieben die Wissenschaftler. Nun lasse sich dies dank neuester Technik genauer untersuchen.

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SDA-ATS