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Zum Schutz von Leonardo da Vincis "Letztem Abendmahl" sollen die Trams in Mailand langsamer fahren. (Archivbild)

Keystone/AP/ANTONIO CALANNI

(sda-ats)

Zum Schutz des "Letzten Abendmahls" von Leonardo da Vinci hat Mailand beschlossen, dass die Strassenbahnen vor der Kirche Santa Maria delle Grazie, in der sich das Wandbild befindet, langsamer fahren sollen.

Die Geschwindigkeit soll um 15 Stundenkilometer verringert werden, um die Bodenvibrationen zu reduzieren, berichtete die Tageszeitung "La Repubblica".

Eine unweit der Kirche befindliche Haltestelle für Touristen-Busse wird ausserdem entfernt, berichtete das für Verkehrsfragen zuständige Mitglied des Mailänder Gemeinderats, Marco Granelli. Die Gemeinde reagierte damit auf eine Forderung der für das Gemälde zuständigen Museumsdirektorin Chiara Rostangno.

Sollten diese Initiativen zur Reduzierung der Vibrationen nicht genügen, denkt die Stadt an strukturelle Massnahmen zum Schutz des Gemäldes, hiess es. Im Januar wird ein Expertenkomitee eingesetzt, das prüfen soll, ob die Schienen der Strassenbahn neu verlegt werden sollen.

Zum Schutz des Kunstwerks werden derzeit maximal 1300 Besucher pro Tag zugelassen. Diese müssen zudem eine besondere Schleuse mit Filtern passieren, um die Staubbelastung möglichst gering zu halten.

Das Wandbild in der Mailänder Kirche Santa Maria delle Grazie, das Leonardo 1498 vollendete, wurde zuletzt 1999 restauriert. Die Kirche wurde mehrfach bombardiert, zuletzt 1943, und von Napoleons Truppen als Pferdestall benutzt.

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