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Der Versicherungskonzern Zurich will die Dividende erhöhen, obwohl der Gewinn eingebrochen ist und die Kapitalvorschriften strenger werden. Zudem haben sich die Grossschäden letztes Jahr gehäuft und die Kosten der Überschwemmungen in Brisbane sind noch nicht klar.

Für Konzernchef Martin Senn verbirgt der 2010 erlittene Gewinnrückgang um 13 Prozent auf 3,4 Mrd. Dollar die Profitabilität und das gesunde Geschäft des Unternehmens, wie er am Donnerstag in Zürich sagte. In seinem ersten Jahr als CEO hätten sich Grossschäden überdurchschnittlich gehäuft, die Mehrkosten gegenüber 2009 betrügen über 600 Mio. Dollar.

Alleine das Erdbeben in Chile schlug mit 175 Mio. Dollar zu Buche. Die Unwetter in Australien im Dezember kosteten 100 Mio. Dollar, die Überschwemmungen in Brisbane im Januar würden wohl darüber liegen, sagte Finanzchef Dieter Wemmer.

Weitere Sonderbelastungen waren der Abschreiber von 330 Mio. Dollar auf das aufgegebene Geschäft mit gewerblichen Immobilienkrediten in Irland und Grossbritannien sowie die Beilegung einer Sammelklage wegen überhöhter Gebühren in Amerika, die im dritten Quartal für 295 Mio. Dollar erzielt worden war.

Aber auch die Einnahmen schrumpften: Beim Gesamtumsatz (Bruttoprämien, Policengebühren, Beiträge mit Anlagecharakter und Managementgebühren) büsste die Zurich Financial Services Group (ZFS) 3 Prozent ein auf 67,7 Mrd. Dollar. Der operative Gewinn (Business Operating Profit, BOP) sank um 13 Prozent auf 4,9 Mrd. Dollar.

Genügend Mittel für Dividende

Die Zuversicht für die Geschäftsstrategie wolle Zurich mit einer "äusserst attraktiven" Dividende unterstreichen, sagte Senn, der im Dezember ein Sparprogramm im Umfang von rund 500 Mio. Dollar angekündigt hat, das aber nicht zu Entlassungen in grossem Ausmass unter den rund 60'000 Angestellten führen soll.

Die Aktionäre profitieren nicht nur von einer auf 17 (Vorjahr: 16) Fr. erhöhten Ausschüttung pro Titel. Die Dividende ist zudem in der Schweiz nicht verrechnungssteuerpflichtig, weil sie aus den Reserven der Kapitaleinlagen geleistet wird. Es ist die höchste Dividende seit dem Jahr 2000.

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SDA-ATS