Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Somalia, die UNO, die Afrikanische Union und Grossbritannien riefen in London die internationale Gemeinschaft auf, mehr Geld in die Stabilität des Krisenstaats am Horn von Afrika zu investieren.

KEYSTONE/AP Pool The Times Newspapers Ltd/JACK HILL

(sda-ats)

Mit Hunderten Millionen Euro soll dem Krisenstaat Somalia zu mehr Stabilität verholfen werden. Dazu bekannten sich unter anderem Repräsentanten der EU sowie Regierungsvertreter aus Deutschland und Grossbritannien bei der Somalia-Konferenz in London am Donnerstag.

Auch die Schweiz war am Treffen mit einer Delegation vertreten. Dem Land droht wegen einer anhaltenden Dürre eine Hungersnot. Grosse Teile des Landes werden von der militanten islamistischen Bewegung Al-Shabaab kontrolliert.

Somalias Präsident Mohamed Abdullahi Mohamed rief die internationale Gemeinschaft zur Hilfe für sein Land auf. Er werde alles tun, um Somalias grösste Feinde zu bekämpfen - Terrorismus, Korruption und Armut. Wenn es gelinge, diese Bedrohungen in den Griff zu bekommen, könne das Land vorankommen.

Die Europäische Union kündigte zusätzliche Hilfsgelder in Höhe von 200 Millionen Euro an. Wichtigstes Ziel sei es, wieder einen Staat aufzubauen, für Sicherheit und Stabilität zu sorgen und die Armut zu bekämpfen, sagte Neven Mimica, EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung.

Der deutsche Aussenminister Sigmar Gabriel versprach, die deutsche Unterstützung von ursprünglich geplanten 70 auf etwa 140 Millionen Euro für dieses Jahr zu verdoppeln. Er äusserte sich zuversichtlich, dass die Hilfe Wirkung zeigen wird. "Wir haben eine neue Regierung (in Somalia), die mehr anpacken will."

Grössere Anstrengung nötig

Das Land am Horn von Afrika wird wegen anhaltender Dürre von einer Hungersnot bedroht. Die Gefahr sei trotz rascher internationaler Hilfe noch nicht abgewendet, sagte der Koordinator für humanitäre Massnahmen der Vereinten Nationen, Peter de Clercq. Dazu seien weitere Schritte und Geldmittel notwendig.

Die Geldgeber wollen eine Wiederholung der Katastrophe von 2011 verhindern. Damals kamen in dem zersplitterten Land mehr als 250'000 Menschen aufgrund von Dürre und Hungersnot ums Leben.

"Wir brauchen Investitionen, die den Fortschritt aufrechterhalten, während wir schnellstens die wachsende Nahrungsunsicherheit, die Millionen von Somaliern betrifft, bekämpfen müssen", sagte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres. Er bat um zusätzliche Hilfen in Höhe von 828 Millionen Euro.

Knapp drei Millionen Menschen bedroht

Obwohl das Land am Horn von Afrika seit der ersten Somalia-Konferenz in London im Jahr 2012 Fortschritte gemacht hat, herrscht in vielen Teilen Somalias weiterhin Chaos. Al-Shabaab kontrolliert noch immer grosse Gebiete. Die Regierung hat nur wenig Kontrolle ausserhalb der Hauptstadt Mogadischu.

Rund 6,7 Millionen Somalier - etwa die Hälfte der Bevölkerung - brauchen nach UNO-Angaben Hilfe, etwa 2,9 Millionen Menschen sind auf die Verteilung von Nahrungsmitteln angewiesen.

Für Kinder, deren Immunsystem schwächer ist, sind die Auswirkungen besonders verheerend. Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF rechnet in diesem Jahr mit 1,4 Millionen akut mangelernährten Kindern. Es rief zu einer massiven Ausweitung der internationalen Hilfe auf.

Angesichts der weiterhin dramatischen Lage versuchen die Organisation und ihre Partner, die bedrohten Kinder rechtzeitig zu identifizieren und sie mit therapeutischer Spezialnahrung zu versorgen und medizinisch zu behandeln. In diesem Jahr wurden bereits über 80'000 Kinder auf Mangelernährung untersucht und 56'000 schwer betroffene Kinder behandelt. 90 Prozent der behandelten Kinder konnten demnach gerettet werden.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS