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Kinderärzte müssen ihre kleinen Patienten oft mit Therapien behandeln, die nur an Erwachsenen erprobt worden sind. Um die Forschung bei Kindern zu verbessern, haben sich jetzt acht Schweizer Kinderkliniken zu einem Forschungsnetzwerk zusammengeschlossen.

Die Forschung in der Pädiatrie sei im Vergleich zur Erwachsenenmedizin im Nachteil, teilte die neu gegründete Plattform "SwissPedNet" am Dienstag mit. Zum einen erschwerten besondere ethische und psychologische Bedenken die Planung und Durchführung von Studien mit Kindern.

Zusätzlich sei die Zahl der Patienten jeweils nur klein, Krankheiten manifestierten sich je nach Alter unterschiedlich und zahlreiche angeborene Erkrankungen seien sehr selten. Darum gebe es vor allem zur medikamentösen Therapie bei Kindern kaum Daten. Viele Medikamente würden routinemässig "off label" verwendet - also ohne für diese Altersgruppe getestet und zugelassen worden zu sein.

SwissPedNet soll Medizinern bei der Planung, Durchführung und Auswertung von klinischen Studien mit Kindern nach verbindlichen nationalen und internationalen Richtlinien helfen.

Pädiatrie-spezifische Aspekte

Dazu werden klinische Studienzentren aufgebaut, sogenannte Hubs. Sie werden den bestehenden Studienzentren in den Unispitälern und dem Kantonsspital St. Gallen angegliedert. Die Hubs werden auch für jene Aspekte der Studien zuständig sein, die spezifisch für die Pädiatrie sind.

Im Netzwerk machen die Kinderkliniken in Aarau, Basel, Bern, Genf, Lausanne, Luzern, St. Gallen und Zürich mit. Zum ersten Präsidenten wählte die Gründungsversammlung Ende Februar David Nadal, Professor am Universitäts-Kinderspital Zürich.

Die Finanzierung des SwissPedNet ist noch nicht vollständig gesichert. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) finanziert eine Koordinationsstelle, die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften hat einen finanziellen Beitrag in Aussicht gestellt.

Ethisch gebotene Schutzmassnahmen

2009 hatte die Nationale Ethikkommission im Bereich Humanmedizin (NEK-CNE) empfohlen, vermehrt medizinisches Wissen zu generieren, das im Interesse von Minderjährigen liegt.

Dabei müssten jedoch ethisch gebotene Schutzmassnahmen gegenüber Kindern und Jugendlichen konsequent eingehalten werden, hatte sie in ihrer Stellungnahme zum Verfassungsartikel über Forschung am Menschen erklärt.

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SDA-ATS