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Zwei Arbeitskollegen trifft keine Mitschuld am Tod eines Baggerführers in einer Lawine am Stanserhorn 2012. Das Nidwaldner Kantonsgericht hat am Freitag einen Forstwart und einen Mitarbeiter der Stanserhorn-Bahn vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen.

Dies erklärte Kantonsgerichtspräsident Marcus Schenker am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann beim Obergericht angefochten werden.

Das Kantonsgericht folgte damit der Forderun der Verteidiger. Die Lawine sei für niemanden vorhersehbar gewesen. Bei den Angeklagten handle es sich um erfahrene Männer. Beide hätten die Lawinensituation an dem Tag gleich eingeschätzt, argumentierte die Verteidigung. Der Prozess fand am Dienstag statt.

Die Staatsanwaltschaft hingegen verlangte bedingte Geldstrafen in der Höhe von 24'300 respektive 19'800 Franken. Sie war der Ansicht, dass der Forstwart die Sorgfaltspflicht verletzt hatte, als er am Unglückstag seine Mitarbeiter in den Hang geschickt hatte. Der Mann habe das Lawinenrisiko unterschätzt.

Daneben sei auch der Mitarbeiter der Stanserhorn-Bahn seiner Aufgabe als Sicherheitsverantwortlicher nicht richtig nachgekommen. Die Arbeit sei ungenügend gesichert und die Kommunikation zur Lawinengefahr nur per E-Mail am Vorabend mangelhaft gewesen, hatte die Anklage argumentiert.

Zwei Lawinen an derselben Stelle

Das Lawinenunglück geschah am 24. Februar 2012 am Stanserhorn zwischen Bluematt und Chalcherli. Der 33-jährige Baggerführer war dort mit zwei anderen Arbeitern daran, eine Zufahrtsstrasse zu einem Masten der neuen Cabrio-Bahn aufs Stanserhorn von einer Lawine vom Vortag zu räumen. Zwei Lawinenbeobachter überwachten den Hang.

Um 10.20 Uhr löste sich am selben Ort wie am Vortag erneut eine Lawine. Der Baggerführer versuchte, sich in Sicherheit zu bringen, er wurde aber von der Lawine erfasst und verschüttet. Über eine Stunde später konnte er geortet und geborgen werden. Der Arbeiter starb kurz darauf im Spital.

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SDA-ATS