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Der Fackelzug in Amatrice in der Nacht auf Freitag zum Gedenken der Erdbebenkatastrophe vor zwei Jahren.

Keystone/AP ANSA/EMILIANO GRILLOTTI

(sda-ats)

Mit einem Fackelzug hat die Kleinstadt Amatrice in der Nacht auf Freitag der Erdbebenkatastrophe vor zwei Jahren gedacht. In der Gegend in Mittelitalien starben am 24. August 2016 insgesamt 299 Menschen, davon 249 allein in Amatrice.

Um exakt 3.36 Uhr - zu dieser Zeit hatte damals die Erde gebebt - läuteten in Amatrice die Glocken. Dabei wurden die Namen der Todesopfer vorgelesen.

Für jedes Opfer gab es einen Glockenschlag. An der Zeremonie im Beisein der Familien und Freunde der Opfer beteiligte sich auch der italienische Premier Giuseppe Conte. Er versprach den vollen Einsatz seiner Regierung für den Wiederaufbau.

Am 24. August vor zwei Jahren begann eine Erdbebenserie in der mittelitalienischen Region, die ganze Ortschaften verwüstete. Zehntausende Menschen wurden obdachlos. Die Schäden der Naturkatastrophe wurden mit 23 Milliarden Euro beziffert. Das italienische Institut für Geologie und Vulkanologie (INGV) bezeichnete das Erdbeben von Amatrice als das verheerendste der vergangenen 100 Jahre in dem Land.

Wiederaufbau nur schleppend

Zwei Jahre später kommt der Wiederaufbau nur schleppend voran. Alle betroffene Familie haben zwar Wohnungsmöglichkeiten erhalten. Mehrere Geschäfte, Restaurants und Schulen wurden wieder geöffnet. Doch der Wiederaufbau des historischen Kerns Amatrices wird noch mehrere Jahre andauern.

Italien wird immer wieder von Erdbeben heimgesucht. Auf der Insel Ischia vor Neapel richtete ein Beben im August 2017 grosse Schäden an. Zwei Menschen starben, 42 Personen wurden verletzt. Erst vergangene Woche hatte ein Erdbeben die italienische Region Molise südöstlich von Rom erschüttert. Die nationale Erdbebenwarte gab die Stärke mit 5,1 an. Nur Schäden kleinen Ausmasses wurden festgestellt.

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SDA-ATS