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Bei einem Feuergefecht zwischen kambodschanischen und thailändischen Soldaten an der umstrittenen Grenze beider Länder sind am Freitag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.

Nach Angaben der thailändischen Streitkräfte wurden bei den Kämpfen ein thailändischer Dorfbewohner getötet und vier Soldaten leicht verletzt. Der kambodschanische Fernsehsender Bayon TV berichtete von einem getöteten und fünf verletzten kambodschanischen Soldaten.

Nach Angaben der Regierung in Phnom Penh brachen die Kämpfe in der Nähe des Tempels Preah Vihear auf der kambodschanischen Seite der Grenze aus. Thailand beansprucht dort ein kleines Stück Land. Vereinzeltes Artilleriefeuer dauerte für mehr als zwei Stunden an.

Gegenseitige Schuldzuweisungen

Das Feuergefecht sei beendet worden, nachdem der thailändische Verteidigungsminister mit dem kambodschanischen Ministerpräsidenten Hun Sen telefoniert habe, berichtete der private Fernsehsender CTN in Kambodscha.

Nach Darstellung des kambodschanischen Informationsministers Khieu Kanharith brachen die Kämpfe aus, als thailändische Truppen die Grenze überschritten und Warnschüsse ignorierten.

Kambodschanische Soldaten hätten in die Luft geschossen und thailändische Truppen das Feuer erwidert. Ein Sprecher der thailändischen Streitkräfte hingegen erklärte, die Soldaten hätten lediglich auf Artilleriefeuer der kambodschanischen Seite reagiert.

Tempel Kambodscha zugesprochen

Gegenüber der Nachrichtenagentur AP räumte der thailändische Sprecher jedoch ein, dass es sich auch um ein Missverständnis gehandelt haben könnte. Der Internationale Gerichtshof hatten die Region um den Tempel 1962 Kambodscha zugesprochen.

In den vergangenen Tagen hatten thailändische Nationalisten die Regierung in Bangkok immer wieder aufgefordert, den umstrittenen Landstrich an der Grenze zurückzufordern. Nach dem Gefecht am Freitag kündigte Kambodscha an, wegen der "thailändischen Invasion" eine Beschwerde beim UNO-Sicherheitsrat einzureichen.

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SDA-ATS