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Mit drei Tagen Verspätung haben die linken FARC-Rebellen in Kolumbien am Mittwoch zwei weitere Geiseln freigelassen. Das teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) mit.

Der 2007 entführte Polizeimajor Guillermo Solórzano und der ein Jahr später verschleppte Gefreite Salín Sanmiguel seien einer humanitären Kommission übergeben worden. Die beiden wurden per Helikopter vom Übergabeort in die südwestkolumbianische Grossstadt Cali geflogen.

Eigentlich hätten der Polizist und der Soldat schon vergangenen Sonntag freikommen sollen. Allerdings waren die Rebellen nicht am vereinbarten Ort in den Urwäldern des südamerikanischen Landes aufgetaucht.

Die Regierung von Präsident Juan Manuel Santos hatte sich zunächst verärgert gezeigt, dann aber doch einen weiteren Versuch der Geiselübergabe gestattet. Dafür müssen in einem bestimmten Gebiet alle militärischen Aktionen vorübergehend unterbrochen werden.

Damit hat die marxistische Rebellengruppe "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) binnen einer Woche insgesamt sechs Entführte auf freien Fuss gesetzt. Mit der "Geste des guten Willens" wollen die Rebellen nach Einschätzung politischer Beobachter die Voraussetzungen für Friedensgespräche verbessern und ihr Image aufbessern.

Die 1964 gegründete Guerilla der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) ist die bedeutendste Rebellenorganisation des Landes. Ihr gehören nach Angaben der Regierung in Bogotá rund 7000 Kämpfer an, regierungsunabhängige Organisationen schätzen die Zahl der FARC-Kämpfer auf 10'000.

Nach offiziellen Angaben befinden sich jetzt noch 16 Uniformierte in der Gewalt der Rebellen. Neben den Polizisten und Soldaten sollen sich zudem rund 100 Zivilisten in der Gewalt der FARC und der ebenfalls linksgerichteten Rebellengruppe Nationale Befreiungsarmee (ELN) befinden.

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SDA-ATS