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Der freie Berner Sitz im Ständerat wird erst am 6. März besetzt: Im ersten Wahlgang erreichte niemand das absolute Mehr. Adrian Amstutz (SVP) lag am Sonntag mit 38,9 Prozent der Stimmen an der Spitze vor Ursula Wyss (SP) mit 33,6 Prozent.

Beide Bewerber versuchten schon am Sonntagabend, ihre Wählerschaft für die Stichwahl zu mobilisieren. Wer in drei Wochen sonst noch antritt, ist offen.

Schwierig ist der Entscheid vor allem für Christa Markwalder (FDP), die im ersten Umgang bloss auf 19,7 Prozent kam. Die Nationalrätin zeigte sich enttäuscht, dass sie mit ihrer "pragmatischen, konstruktiven Politik" zwischen dem Links- und dem Rechtslager zerrieben wurde.

Knifflige Aufgabe für FDP

Die FDP-Spitze wird das weitere Vorgehen am Montagabend erörtern. Zieht sich Markwalder zurück, erhöht das die Chancen des rechten Hardliners Amstutz nach Ansicht von Beobachtern deutlich. Bleibt Markwalder im Rennen, dürfte dies vor allem der Linken Ursula Wyss nützen.

Adrian Amstutz setzte sich im ersten Wahlgang mit 136'522 Stimmen durch. Er siegte in sieben von zehn Verwaltungskreisen. Wyss lag nur in den Kreisen mit den Städten Bern und Biel vorne und im Berner Jura; sie brachte es auf 117'835 Stimmen. Markwalder holte 69'303 Stimmen, EVP-Aussenseiter Marc Jost 27'553 Stimmen (7,8 Prozent).

Beim zweiten Umgang in drei Wochen reicht das relative Mehr zur Wahl in den Ständerat. Grundsätzlich können alle Bewerber nochmals antreten; auch neue Kandidaten sind zugelassen. Markwalder und Jost müssen sich bis Dienstag 16 Uhr entscheiden, ob sie ihre Kandidatur allenfalls zurückziehen.

Kampf um jede Stimme

Amstutz und Wyss rührten am Sonntagabend bereits die Werbetrommel für die Stichwahl. Beide zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis und betonten, am 6. März werde die Mobilisierung des eigenen Lagers eine wichtige Rolle spielen. Beide Bewerber liebäugeln zudem mit Stimmen aus der politischen Mitte.

Eine Schlüsselrolle könnte dabei die BDP spielen. Im ersten Wahlgang stellte sich die Parteispitze offiziell hinter Markwalder. Ob ihr die Basis folgte, ist unklar - und inwiefern sie sich für die Stichwahl mobilisieren lässt, bleibt ebenfalls offen.

Der freie Berner Ständeratssitz war bislang in SP-Hand. Die Vakanz entstand letzten Herbst durch die Wahl von Simonetta Sommaruga in den Bundesrat. Der zweite Berner Sitz gehört zurzeit Werner Luginbühl von der BDP.

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SDA-ATS