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Seit Mittwoch läuft in Indien die zweitgrösste Volkszählung der Welt. Rund 2,7 Millionen Interviewer werden in den kommenden drei Wochen so gut wie jeden in Indien lebenden Menschen befragen.

Als Erste wurde die indische Präsidentin Pratibha Devisingh Patil in ihrem aus rosafarbenem Sandstein erbauten Präsidentenpalast befragt. Kurz darauf war Sonia Ghandi, die Chefin der Kongresspartei, an der Reihe. Sie beantwortete die 29 Fragen zu Einkommen, Religion, Ausbildung und Zugang zu grundlegenden Versorgungsdienstleistungen im Schatten einer Bayan-Feige im Hof ihres Hauses.

Zum ersten Mal wird bei der Volkszählung auch erfasst, ob die Menschen in Hütten oder richtigen Häusern wohnen, ob sie über Elektrizität verfügen, über Zugang zu Toiletten und ob sie jemals eine Schule besucht haben.

Durch eine Auswertung der erhobenen Daten können Behörden erkennen, wo Defizite in der Versorgung bestehen, wo Armut verbreitet ist und wo Arbeitslosigkeit und Analphabetentum hoch sind.

So gut wie alle in Indien lebenden Menschen werden von der Volkszählung erfasst. Selbst solche wie der Pakistaner Ajmal Kasab, der wegen seiner Beteiligung am Terroranschlag in Mumbai im Jahr 2008 zum Tode verurteilt wurde.

Die Millionen Obdachlosen, die auf Bahnhöfen, unter Brücken und in Parks leben, werden als letzte am Abend des 28. Februars erfasst. Bis zum 5. März sollen die Ergebnisse überprüft und in den kommenden zwei Jahren sollen dann die Ergebnisse ausgewertet und veröffentlicht werden.

Indien könnte China schon bald den Rang als bevölkerungsreichstes Land der Erde ablaufen. Zwar hat China aktuell rund 1,3 Milliarden Einwohner, aber nur ein jährliches Bevölkerungswachstum von 0,49 Prozent, laut den Schätzungen des CIA World Fact Book.

Indiens Bevölkerung wächst dagegen um 1,4 Prozent im Jahr. In einer ersten Runde der Volkszählung wurden im vergangenen Jahr 300 Millionen indische Haushalte erfasst. Demnach hat das Land rund 1,17 Milliarden Einwohner.

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SDA-ATS