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Angesichts möglicher Ausschreitungen in den arabischen Städten des Landes nach der Tötung eines arabischen Israelis ist die israelische Polizei am Sonntag in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Die Alarmstufe wurde auf das zweithöchste Niveau angehoben.

Hunderte Sicherheitskräfte wurden zur Verstärkung entsandt, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Wegen der Tötung des 22-jährigen Arabers am Vortag hatte die arabische Gemeinschaft in Israel für Sonntag zu einem Generalstreik aufgerufen.

Der junge arabische Israeli war am Samstag von Polizisten in Nordisrael erschossen worden, als er die Festnahme eines Verwandten verhindern wollte. Demnach hatte der 22-Jährige die Beamten mit einem Messer bedroht. Laut seiner Familie wurde er hingegen auf der Flucht "kaltblütig ermordet".

Auf einem von der Polizei veröffentlichten Video eines Zeugen ist zu sehen, wie der Mann versucht, die Beamten mit einem Messer anzugreifen und dann die Flucht ergreift. In diesem Moment schiesst ein Polizist ihm mehrfach in den Rücken. Im israelischen Justizministerium wurde eine Untersuchung eingeleitet.

Erhebliche Spannungen

Derzeit gibt es wieder erhebliche Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern, die sich vor allem auf den arabischen Ostteil Jerusalems konzentrieren. Die arabischen Städte waren von den jüngsten Ausschreitungen bislang verschont geblieben.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drohte angesichts eines möglichen Übergreifens der Gewalt auf die arabischen Städte mit dem "Entzug der Staatsbürgerschaft für diejenigen, die zur Zerstörung des Staates Israel" aufriefen.

Rund 20 Prozent der Israelis sind Araber. Sie sind die Nachfahren von Palästinensern, die nach der Staatsgründung Israels 1948 im Land blieben.

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SDA-ATS