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Im Osten der Ukraine drohen die Kämpfe wieder in grösserem Umfang aufzuflammen: Bei Gefechten in Donezk und Lugansk wurden laut der ukrainischen Armee binnen 24 Stunden zwölf Menschen getötet, zudem gab es einen Vorstoss der prorussischen Separatisten auf Mariupol.

Wie die ukrainische Armee mitteilte, wurden fünf Soldaten in der Industriestadt Donezk bei einem erneuten Angriff auf den Flughafen getötet. Die strategisch wichtige Anlage wird von den Regierungstruppen gehalten, liegt seit Wochen aber unter Beschuss der Aufständischen.

Den Angaben zufolge starben in Donezk zudem vier Zivilisten, drei weitere wurden in der Region Lugansk getötet. Ausserdem habe die Armee einen Angriff der Rebellen auf Mariupol zurückgeschlagen. Es war damit einer der blutigsten Tage seit Beginn einer Waffenruhe am 5. September.

Die Feuerpause war bei einem Treffen in Minsk zwischen Kiew, Moskau und den Separatisten vereinbart worden, wurde seitdem jedoch laut dem ukrainischen Aussenministerium mehr als 1200 Mal gebrochen. Insgesamt starben bei den Kämpfen seit Anfang September 88 Soldaten und Zivilisten, über getötete Rebellen liegen keine Angaben vor.

Kritik an Ermittlungen zum Tod des IKRK-Mitarbeiters

Russland rief die Führung in Kiew auf, den Beschuss in Donezk einzustellen. Zudem bezeichnete das Aussenministerium in Moskau die Ermittlungen zum Tod eines IKRK-Mitarbeiters in der Stadt als nicht ausreichend. Das Thema werde von Kiew totgeschwiegen, hiess es. Der 38-Jährige Schweizer war vergangene Woche bei einem Angriff auf das Donezker Büro des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) ums Leben gekommen.

Ein deutscher Konvoi mit 112 Lastwagen passierte derweil den polnisch-ukrainischen Grenzübergang Jagodin, wie eine Regierungssprecherin sagte. Von dort fuhr er weiter in die Hauptstadt Kiew, wo die Hilfsgüter umgepackt und weiter verteilt werden sollen. Ziele sind vor allem die Städte Charkiw, Dnjepropetrowsk, Mariupol, Saporischija und Slawjansk im unruhigen Osten der Ukraine.

Geliefert werden unter anderem mobile Unterkünfte und Küchen, Heizgeräte, Generatoren, Kleidung, Betten und Hygieneartikel. Die Güter haben einen Wert von rund 7,3 Millionen Euro. Weitere Güter wie Möbel, Matratzen, Decken und Haushaltsgeräte im Wert von etwa 2,7 Millionen Euro sollen in der Ukraine dazugekauft werden.

Kritik an OSZE-Mission

Der von Kiew eingesetzte Gouverneur der Region Donezk, Serhij Taruta, kritisierte den Westen für dessen Zurückhaltung. Die OSZE erfülle ihre Mission in der Ostukraine derzeit nicht.

"Die OSZE-Mission ist ineffektiv", sagte Taruta in einem Interview mit den Zeitungen "Tages-Anzeiger" und "Bund". Die Experten würden die gefährlichen Bereiche meiden und in den Gebieten bleiben, in denen die Lage einigermassen ruhig sei.

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SDA-ATS