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Neuenburg (awp) - Der Energiekonzern Alpiq hat im Geschäftsjahr 2010 vor allem wegen des schwachen Euros und eines ungünstigen Marktumfelds weniger Umsatz und Gewinn erzielt als im Vorjahr. Für 2011 rechnet das Unternehmen weiter mit sehr anspruchsvollen Bedingungen, die Ergebnisse sollen mehr oder weniger stabil bleiben.
Zwar stieg der Energieabsatz von Alpiq im Jahr 2010 um 7,6% auf 145,6 Terawattstunden (TWh). Es schlugen jedoch europaweite Überkapazitäten auf dem Strommarkt, generell tiefe Strompreise und der schwache Euro zu Buche. Der Umsatz ging daher um 4,8% auf 14,1 Mrd CHF zurück, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Der EBITDA sank um 4,7% auf 1,47 Mrd und der EBIT um 8,8% auf 970 Mio CHF. Der Reingewinn ging um 4,6% auf 645 Mio CHF zurück. Mit den vorgelegten Zahlen hat Alpiq die Markt-Erwartungen beim Gewinn übertroffen.
Die Aktionäre sollen erneut eine Dividende von 8,70 CHF je Aktie erhalten, wie bereits im Vorjahr. Dies entspricht einer etwas höheren Ausschüttungsquote von 36,7% nach zuletzt 35%.
Im Energiegeschäft lag der Umsatz bei 12,0 Mrd CHF, ein Rückgang um 5,8%. Als positive Faktoren nennt das Unternehmen unter anderem die Verfügbarkeit der hydraulischen und thermischen Kraftwerke in der Schweiz und in Osteuropa. Auch das Kostenmanagement habe sich ergebnissteigernd ausgewirkt, hiess es.
Negativ wirkten sich dagegen die gesunkenen Preise und tiefen Margen sowie der schwache Euro aus. Allein der Eurokurs habe das operative Ergebnis mit schätzungsweise 90 Mio CHF belastet, so Alpiq. Belastend hätten sich auch die längeren Anlagerevisionen der Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt sowie reduzierte Erträge aus der Regelenergie in Italien ausgewirkt. Die Handelsvolumen und Ergebnisse des Eigenhandels blieben laut Mitteilung unter den Erwartungen.
Das Segment Energieservice erwirtschaftete einen stabilen Umsatz von 2,12 Mrd CHF. Der Bereich habe auf hohe Auftragsbestände zurückgreifen können und diese erfolgreich abgewickelt, schreibt Alpiq.
Für das laufende Geschäftsjahr 2011 erwartet die Gesellschaft erneut "sehr anspruchsvolle Marktbedingungen". Eine nachhaltige Erholung im Bereich der wesentlichen Ergebnistreiber zeichne sich nicht ab, hiess es. Alpiq stellt Umsätze und operative Ergebnisse "in ähnlicher Grössenordnung" wie 2010 in Aussicht.
Das Unternehmen geht von einer guten Verfügbarkeit des bestehenden Kraftwerkparks und von Zusatzerträgen aus den neuen Kraftwerken in Italien, Frankreich und Spanien sowie von den Investitionen in Erneuerbare Energien aus. Auch von den neu ausgerichteten Handelsaktivitäten erwartet Alpiq eine gute Performance.
Die vorhandene Überkapazität in der europäischen Stromproduktion dürfte aber vorerst erhalten bleiben und Strompreise, Margen und Volatilitäten tief halten, so das Unternehmen. Zudem sei das regulatorische Umfeld im In- und Ausland nach wie vor von Unsicherheiten geprägt. Die Entwicklung der Strom- und Brennstoffpreise auf den europäischen Märkten sowie das Verhältnis Euro zum Franken blieben auch 2011 massgebend.
Im Energieservice rechnet Alpiq mit einer weiterhin stabilen Auftragslage und unverändertem Wettbewerbs- und Preisdruck. Die Anstrengungen zur gruppenweiten Steigerung der Effizienz und Verstärkung der finanziellen Flexibilität würden weitergeführt.
cc/ra

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