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Alpiq 9Mte: Umsatz 10,7 Mrd CHF (-10,2%) - 2009 weiter unter VJ erwartet

Dieser Inhalt wurde am 06. November 2009 - 08:00 publiziert

Olten (awp) - Die Alpiq Holding AG hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009 einen Umsatzrückgang verzeichnet. Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise und der damit verbundenen schwierigen Marktlage spricht das Unternehmen aber von einem guten Resultat. So sei der operative Gewinn gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Für das Gesamtjahr rechnet der Energiekonzern weiterhin mit einem Ergebnis unter den Werten von 2008.
Das Unternehmen weist für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2009 einen konsolidierten Nettoumsatz von 10,7 Mrd CHF aus, was pro forma ein Minus von 10,2% darstellt. Der EBITDA lag bei 1'126 Mio CHF (+1,5% pro forma) und der EBIT bei 785 Mio CHF (+0,5% pro forma). Es resultierte ein Reingewinn von 496 Mio CHF (-3,9% pro forma), wie das aus dem Zusammenschluss der Atel Holding AG und der Westschweizer EOS Holding hervorgegangene Unternehmen am Freitag mitteilte.
Alpiq nahm die Geschäftstätigkeit im Februar 2009 auf. Vergleichsbasis für die Kennziffern sind die konsolidierten Werte von Atel und EOS aus den ersten neun Monaten 2008 sowie der Anteil am Kraftwerk Emosson.
Mit den vorgelegten Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten beim Reingewinn nicht ganz getroffen. Die Bank Vontobel hatte einen Umsatz von 10,52 Mrd CHF, einen EBIT von 754 Mio CHF und einen Reingewinn von 517 Mio CHF prognostiziert, bei der ZKB lauteten die entsprechenden Schätzungen auf 10,43 Mrd CHF, 745 Mio CHF und 500 Mio CHF.
Die ausgezeichneten Produktionsverhältnisse in der Schweiz und die gute Performance der Kraftwerke in Zentraleuropa trugen den Angaben zufolge positiv zum Ergebnis bei. Auch die Beiträge der Geschäftseinheiten in Südosteuropa, vor allem Rumänien, und des Asset Tradings konnten demnach gesteigert werden. Erfolgreich gearbeitet habe das Vertriebsgeschäft in Frankreich und Spanien.
Auf der anderen Seite hätten die rückläufigen Absatzvolumen und tieferen Preise in allen europäischen Märkten die Umsätze und Ergebnisse belastet, so der Energiekonzern weiter. Der Ausfall einer bedeutenden Gegenpartei in Tschechien und die Kosten der regulativ verordneten Systemdienstleistungen in der Schweiz schlugen sich ebenfalls negativ zu Buche.
Das Segment Energieservice verfüge nach wie vor über eine sehr gute Auftragslage. Hingegen sei als Folge der konjunkturellen Situation ein deutlich erhöhter Margendruck festzustellen.
Mit Blick auf die weitere Geschäftsentwicklung erklärte das Unternehmen, für die Restmonate 2009 sowohl im Energie- wie auch im Energieservicegeschäft mit anhaltend anspruchsvollen Rahmenbedingungen zu rechnen. Ausserdem sei das vierte Quartal in der Vorjahresperiode durch die Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen begünstigt gewesen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2009 erwarte Alpiq deshalb nach wie vor tiefere Ergebnisse als in der entsprechenden Pro-forma-Rechnung des Vorjahres.
cc/ch

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