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Neuenburg (awp) - Der Energiekonzern Alpiq hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 weniger Umsatz und Gewinn erzielt. Negativ wirkten sich unter anderem der schwache Euro und die Strommarktpreise aus. Auch fielen Abschreibungen wegen des sistierten Bewilligungsprozesses für neue Atomkraftwerke an. Das Unternehmen spricht von einem "harzigen Start" und zeigt sich beim Ausblick vorsichtig.
Der Umsatz sank um 7% auf 3,45 Mrd CHF, der EBITDA um 21% auf 340 Mio und der EBIT um 28% auf 217 Mio. Der Reingewinn ging gar um 34% auf 116 Mio zurück, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Unter Einbezug der Sonderabschreibung auf Projektkosten für ein neues Kernkraftwerk von 35 Mio CHF verringerten sich der EBIT auf 182 Mio und der Reingewinn auf 89 Mio. Die Massnahme sei notwendig geworden, nachdem der Bundesrat die eingereichten Rahmenbewilligungsgesuche sistiert habe, erklärte Alpiq.
EURO ALS BELASTUNGSFAKTOR
Ein Negativfaktor war der gegenüber dem Franken schwache Euro. "Der Euro lag 12% tiefer als in der Vorjahresperiode. Wir schätzen den Effekt auf 30 bis 40 Mio CHF im ersten Quartal", sagte CFO Kurt Baumgartner gegenüber AWP. Auch seien die Strommarktpreise vor allem im Januar und Februar tief gewesen.
Belastend wirkte sich zudem die Positionierung des Handels- und Vertriebsgeschäfts in Zentraleuropa aus, als das Unglück in Japan im März geschah. Die meisten Länder seien auf sinkende Preise eingestellt gewesen und auf dem falschen Fuss erwischt worden, erklärte der Finanzchef. Dies habe Alpiq einige 10 Mio CHF gekostet.
Positiv zum Ergebnis trug die Eigenproduktion in der Schweiz und in Zentraleuropa bei. Auch habe das Segment Energieservice gesteigerte Ergebnisbeiträge bei weiterhin hohen Auftragsbeständen erwirtschaftet, hiess es.
AUSBLICK VORSICHTIGER
Beim Ausblick ist Alpiq vorsichtiger als zuletzt. Im Monat März sei zwar eine positive Trendwende mit einem verbesserten Geschäftsverlauf erkennbar gewesen, hiess es. Zusätzliche Produktionskapazitäten in Spanien und Frankreich sollen einen zusätzlichen Ergebnisbeitrag leisten. Trotzdem erwartet der Konzern operative Ergebnisse unter dem Niveau des Vorjahres. "Der Rückgang dürfte einige Prozent betragen", sagte der Finanzchef.
Weitere Wertberichtigungen im Zusammenhang mit den sistierten Rahmenbewilligungsgesuchen für Ersatz-Kernkraftwerke erwartet das Unternehmen nicht. Kosten durch die vom Eidg. Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) festgesetzten zusätzlichen Auflagen für die Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt dürften "relativ limitiert sein", sagte Baumgartner.
BLICK AUF PUMPSPEICHERKRAFT
Bei einem möglichen Umbau der Energiewirtschaft sieht Alpiq Pumpspeicherkraftwerke in einer Schlüsselrolle, als Stromspeicher etwa für Windkraft. Das Unternehmen könne zusätzlich zu Nant de Drance noch einige 100 Megawatt ausbauen, sagte der CFO. Die Möglichkeiten für zusätzliche Wasserkraftwerke in der Schweiz seien dagegen begrenzt.
Bei den als Alternative zu Atomkraftwerken vieldiskutierten Gaskraftwerken hänge die Rentabilität vor allem von der Entwicklung des Gaspreises ab. Kurzfristig könnten flexible Gaskombikraftwerke rentabler als neue Kernkraftwerke sein, auf eine Dauer von 40 Jahren seien neue Kernkraftwerke aber klar im Vorteil, hiess es.
Nach derzeitigem Stand will das Unternehmen die installierte Leistung im Jahr 2020 auf rund 10'000 Megawatt steigern, von aktuell rund 6'500 Megawatt. Davon sollen rund 40% aus Wasserkraft, 10% aus Kernkraft, 40% aus thermischen Kraftwerken und 10% aus neuen erneuerbaren Quellen kommen.
Mit den vorgelegten Zahlen schnitt Alpiq im Rahmen der Markterwartungen ab. An der Börse ging es für die Aktien dennoch nach unten. Am Nachmittag verloren die Titel in einem positiven Gesamtmarkt 0,3% auf 328,50 CHF.
cc

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