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Olten SO (awp/sda) - Nach Ansicht des Energiekonzerns Alpiq ist in der Schweiz weder der Ausstieg aus der Atomenergie noch der Verbleib beschlossene Sache. Alpiq will auf die politischen Entscheide flexibel reagieren und sich "nach den Gegebenheiten" orientieren.
Wie Alpiq-Verwaltungsratspräsident Hans Schweickardt an der Generalversammlung am Donnerstag in Olten SO weiter sagte, werde am Schluss das Volk die Antworten geben können und müssen - sei dies über die Wiederaufnahme der Verfahren für neue Kernkraftwerke oder über Volksinitiativen oder die Anpassung von Gesetzen.
Die Existenz der Alpiq als Unternehmen hänge nicht von einer einzelnen Technologie ab, führte Schweickardt aus: "Wir haben zwar unsere Erfahrungen und Überzeugungen. Aber wir sind offen für verschiedene Wege." Man akzeptiere politische Entscheide.
Wenn unter dem Titel Grosskraftwerke nicht mehr neue Kernkraftwerke im Vordergrund stehen würden, so müsse über mehrere neue Gas-Kombi-Kraftwerke geredet werden. Diese seien eine "denkbare Alternative".
Zum Plus gehörten die rasche Bauzeit, die tiefen Kosten und die flexible Leistung. Als Minus nannte der Verwaltungsratspräsident die CO2-Emissionen und die Abhängigkeit vom Ausland.
Der Energiekonzern hat die bisher angefallenen Planungskosten für die AKW-Ersatzbauten wegen der vom Bundesrat beschlossenen Sistierung der Rahmenbewilligungsgesuche abgeschrieben.
Wie Alpiq-Chef Giovanni Leonardi sagte, belaufen sich diese Kosten auf 35 Mio CHF. Der Wert der für die Gesuche geleisteten Arbeiten sei nach den Rechnungslegungsstandards nicht mehr gegeben.
mk

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