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Baden AG (awp/sda) - Der Industriekonzern Alstom entlässt im Kanton Aargau weniger Angestellte als im Oktober angenommen. An den Standorten Baden und Birr soll noch 445 Beschäftigten gekündigt werden statt wie anfänglich befürchtet 750. 180 Angestellte gingen von selbst.
Die Anzahl der Kündigungen habe dank den bereits eingeleiteten Massnahmen wie interne Stellenwechsel, Kurzarbeit, Nutzung der natürlichen Fluktuation und vorzeitiger Pensionierung reduziert werden können, teilte Alstom Schweiz am Donnerstag zum vom Unternehmen einseitig verkündeten Abschluss des Konsultationsverfahrens mit.
Um die Zahl der Kündigungen noch weiter zu reduzieren, sei es das Ziel des Managements, möglichst alle der rund 85 offenen Stellen intern zu besetzen. Alstom ist im Aargau mit rund 6700 Stellen der grösste private Arbeitgeber. An den beiden Standorten Baden und Birr baut das französische Unternehmen über 750 Stellen ab.
In den vergangenen knapp drei Wochen hatten nach der Informations- und Konsultationsphase auf europäischer Ebene insgesamt vier weitere Treffen zwischen dem Management der Alstom Schweiz und der lokalen Personalvertretung stattgefunden.
In den nächsten Tagen wird der Kreis der betroffenen Mitarbeiter mit der Personalvertretung geprüft, wie Alstom festhält. Die Gespräche mit den Mitarbeitern, die ihre Stelle verlieren, sind für Ende März/Anfang April geplant. Die Massnahmen sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein.
Die Gespräche zum Schweizer Sozialplan stehen gemäss Alstom kurz vor dem Abschluss. Die früheren Sozialpläne sollen fortgesetzt werden. Dabei stehe die Hilfe bei der Suche einer neuen Stelle im Vordergrund. Ein wichtiges Element seien auch Regelungen zur vorzeitigen Pensionierung, heisst es in der Medienmitteilung.
An den Standorten Baden und Birr wird gemäss Alstom ein betriebliches Arbeitsmarkt-Zentrum (BAZ) eingerichtet. Das BAZ soll die von der Entlassung betroffenen Mitarbeitenden unterstützen.
Der Personalverband Angestellte Schweiz bezeichnete am Abend die Beendigung des Konsultationsverfahrens durch Alstom als "einseitig". 180 Beschäftigte hätten in dem Konzern wegen der unsicheren Situation bereits selbst gekündigt.
Für die Arbeitnehmenden, die ihre Stelle verlieren, zeigte sich der Verband zuversichtlich, einen guten Sozialplan aushandeln zu können. Alstom solle die Märkte beobachten und bei den Entlassungen nichts überstürzen. Der Konzern habe bereits viel Boden verloren. Das Management sei dafür zur Verantwortung zu ziehen, verlangt die stärkste Arbeitnehmerorganisation in der Branche.
rt

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