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Unterpremstätten (awp) - Der Halbleiter-Hersteller Austriamicrosystems (AMS) vergrössert die Produktpalette mit einer Übernahme. AMS akquiriert die US-amerikanische Texas Advanced Optoelectronic Solutions (TAOS) für rund 320 Mio USD. Der Kaufpreises soll je zur Hälfte in AMS-Aktien und in bar bezahlt werden, teilt AMS am Donnerstag mit. Die Übernahme werde sich ab dem dritten Quartal 2011 positiv auf den Gewinn je Aktie von AMS auswirken.
Die Transaktion soll - vorbehältlich behördlicher Genehmigungen und einiger Vereinbarungen mit den Verkäufern - innerhalb der kommenden acht Wochen abgeschlossen werden, heisst es weiter. Je nach Umsatzentwicklung von TAOS werde eine Nachbesserung des Kaufpreises um bis zu 10 Mio USD nötig.
ERWEITERUNG DER PRODUKTPALETTE
"Der Erwerb von TAOS bedeutet eine komplementäre Erweiterung unseres Angebots an (...) Sensorlösungen für mobile Geräte und einen erheblichen Ausbau unseres Consumer & Communications-Geschäfts", sagte AMS-CEO John Heugle an einer Telefonkonferenz am Donnerstag. Als ein führender Lieferant hoher Stückzahlen für zahlreiche wichtige Anbieter von mobilen Consumer-Geräten verfüge TAOS über eine starke Marktposition weltweit. "Die strategische Kombination von AMS und TAOS schafft einen bedeutenden Anbieter hochwertiger Sensortechnik für die attraktiven Märkte Smartphones und Tablet-PCs", so der CEO weiter.
TAOS erzielte 2010 einen Umsatz von 81 Mio USD und eine EBIT-Marge von mehr als 30%. 2009 belief sich der Umsatz noch auf 40 Mio USD. Für 2011 soll TAOS ein "weiteres signifikantes" Umsatzwachstum erwarten. Das Unternehmen beschäftigt rund 90 Mitarbeiter.
"ANGEMESSENER ÜBERNAHMEPREIS"
Der Preis für die Übernahme wird vom AMS-Management als "angemessen" bezeichnet. "Der Übernahmepreis ist voll und ganz im Rahmen der aktuellen Bewertungen in der Branche", sagte CFO Michael Wachsler-Markowitsch an der Telefonkonferenz. Gleicher Meinung sind auch Branchenexperten. "Der Kaufpreis ist mit 4x Umsatz und 13x EBIT angemessen angesichts des starken Umsatzwachstums von TAOS und der robusten Profitabilität", schreibt Andreas Müller von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) in einem Kommentar.
Für TAOS wird gemäss des CFO ein Goodwill von rund 190 Mio USD bezahlt, der nicht amortisiert wird. Die immateriellen Vermögenswerte bezifferte der Finanzchef auf rund 70 Mio USD.
TAOS-AKTIONÄRE MIT 20% AN AMS BETEILIGT
Die Hälfte des Kaufpreises für TAOS wird in AMS-Aktien bezahlt. Dazu werden rund 2,7 Mio neue Aktien aus dem genehmigten Kapital geschaffen. Für die neuen Aktien bestünde ein Verkaufsverbot für die ersten sechs Monate und Verkaufsbeschränkungen für bis zu 24 Monate nach Abschluss der Transaktion, hiess es weiter. Der Ausgabepreis der neuen AMS-Aktie betrage 55,39 USD bzw. ca. 46,60 CHF. Die TAOS-Aktionäre werden gemäss Wachsler-Markowitsch nach Abschluss der Transaktion mit 20% an AMS beteiligt sein und zwei Vertreter in den AMS-Verwaltungsrat entsenden.
Zur Finanzierung der zweiten Hälfte des Kaufpreises in bar nimmt AMS Fremdmittel auf. Laut CFO handelt es sich dabei um ein kurzfristiges Darlehen von 30 Mio EUR und mittelfristiges Darlehen von 50 Mio. Zudem bestehe schon seit langem eine revolvierende Kreditlinie von 30 Mio EUR, die beansprucht werde. Bei dem aktuellen Zinsniveau liege die Fremdfinanzierung bei 4%.
AKTIE REAGIERT LEICHT POSITIV
Nach anfänglichem Zögern reagieren die Marktteilnehmern leicht positiv auf die Übernahme. Zwar sinkt die AMS-Aktie bis um 11.15 Uhr um 0,7% auf 42,80 CHF. Der Gesamtmarkt gibt aber - gemessen am SPI - um 1,0% nach. Strategisch mache die Ergänzung des Produktportfolios Sinn und die Gesellschaft sei hochprofitabel, heisst es bei der ZKB zur TAOS-Akquisition. Die Übernahme stelle zwar aufgrund der Höhe des Kaufpreises einen relativ "grossen Brocken" für AMS dar. Dank Kapitalerhöhung bleibe das Gearing aber auf den ersten Blick auf angemessener Höhe.
rt/ps

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