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NEW YORK (awp international) - Die Nachfolge für den erkrankten Apple-Chef Steve Jobs bleibt offen. Der Elektronikkonzern hält seine Pläne weiter unter Verschluss. Am Mittwoch stimmten die Aktionäre auf der Hauptversammlung gegen einen Antrag aus ihren Reihen, der Apple zur Offenlegung verpflichtet hätte. Das ergab die vorläufige Auszählung der Stimmen.
Jobs selbst nahm an dem Treffen schon zum zweiten Mal nicht teil. Er hat aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit genommen. Der Apple-Gründer hat eine Krebserkrankung und eine Lebertransplantation hinter sich. Auf Fotos in der US-Boulevardpresse schien er zuletzt geschwächt. Zurückgezogen hat er sich allerdings nicht: Zuletzt nahm Jobs an einem Abendessen mit US-Präsident Barack Obama teil.
Apple macht ein grosses Geheimnis aus Jobs' aktuellem Zustand: Weder ist bekannt, was ihm fehlt, noch wann er zurückkehrt oder wer ihm im Notfall als Firmenchef nachfolgen soll. Diese Geheimniskrämerei hat unter Anlegern für Unmut gesorgt. Denn der wirtschaftliche Erfolg von Apple ist eng mit dem Namen seines Gründers verbunden.
Jobs, der an diesem Donnerstag seinen 56. Geburtstag feiert, ist der geistige Vater des iPod-Musikspielers, des iPhone-Handys und des iPad-Tablet-Computers. Alle Produkte sind Verkaufsschlager und sorgen für Milliardengewinne. Das wiederum hat den Aktienkurs auf Spitzenwerte getrieben.
Apple ist mit 316 Milliarden Milliarden Dollar (230 Mrd Euro) das zweitteuerste US-Unternehmen nach dem Ölmulti ExxonMobil und fast drei Mal so viel wert wie der deutsche Industrieriese Siemens . Am Mittwoch stieg der Apple-Kurs um 1 Prozent, als ein Bericht die Runde machte, Apple werde sein neues iPad am 2. März in San Francisco präsentieren.
Mit dem Gerät sind grosse wirtschaftliche Hoffnungen verbunden, denn Apple dürfte weitere Käufer anlocken: Die allgemeine Erwartung ist, dass der Nachfolger leistungsfähigere Chips sowie eine oder zwei Kameras bekommen könnte. Vom aktuellen Modell verkaufte Apple im vergangenen Jahr rund 15 Millionen Stück.
Einige Anleger fürchten um den Apple-Erfolg, sollte Jobs nicht an die Firmenspitze zurückkehren. Ein US-Pensionsfonds forderte deshalb zumindest Klarheit über eine Nachfolgeregelung. Apple selbst sagt, es gebe einen Plan, verweigert aber jegliche Auskunft dazu mit der Begründung, dies würde nur der Konkurrenz nutzen.
Derzeit führt der fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Tim Cook das Unternehmen. Er leitete auch die diesjährige Hauptversammlung und gilt als Favorit für eine mögliche Jobs-Nachfolge. Der Apple-Gründer lässt sich das Heft aber keineswegs aus der Hand nehmen: Bei strategischen Entscheidungen schaltet er sich nach wie vor ein.
das/DP/tw

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