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Chicago/Basel (awp) - Der Pharmakonzern Novartis hat mit dem Medikament Glivec/Gleevec bei Gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) und dem Produktkandidaten JAK Inhibitor INC424 bei Myelofibrose in Phase-III-Studien Erfolge erzielt. Dies geht aus den neuesten Studiendaten hervor, die Novartis am Wochenende im Rahmen der 47. Krebsforschertagung der "American Society of Clinical Oncology" (ASCO) in Chicago veröffentlicht hat.
Für Glivec (Imatinib) hätten die neuesten Daten der fünfjährigen Studie gezeigt, dass bei 66% der Patienten, die während drei Jahren mit dem Medikament behandelt worden seien, die Tumore nicht wieder aufgetreten seien. Dies stellte den primären Endpunkt dar. Demgegenüber seien nur 48% der Patienten tumorfrei geblieben, die während einem Jahr mit Glivec behandelt worden seien.
Zudem haben gemäss Mitteilung 92% der Patienten, die während drei Jahren Glivec erhalten haben, überlebt (sekundärer Endpunkt), verglichen mit 82% der Patienten, die Glivec ein Jahr lang erhalten haben.
Die Studie mit 400 Patienten wurde von der skandinavischen Sarcoma-Gruppe und der Sarcoma-Gruppe der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie durchgeführt. Daran teilgenommen hatten Patienten nach einem chirurgischen Eingriff.
"Die Studie bestätigt die Hypothese, dass mit einer längeren Verabreichung von Glivec nach einem chirurgischen Eingriff die Überlebenszeit ohne ein Wiederauftreten der Tumore verlängert werden kann", wird Heikki Joensuu, Professor für Onkologie der Universität Helsinki, in der Mitteilung zitiert.
Gastrointestinale Tumore sind eine seltene, lebensbedrohende Krebserkrankung, die meist durch ein nicht normale Form des KIT-Proteins verursacht wird.
Glivec ist bisher in mehr als 110 Ländern, einschliesslich der USA, in Europa und Japan, zur Therapie von PH+ chronischer myeloischer Leukämie zugelassen. Das Medikament ist ebenfalls in den USA und der EU sowie in weiteren Ländern zur Behandlung von GIST registriert, die nicht chirurgisch entfernt werden können oder bereits Metastasen gebildet haben. 2010 erzielte Novartis mit Glivec einen Umsatz von 4,27 Mrd USD.
Mit dem JAK-Inhibitor INC424 erzielte Novartis in den beiden zulassungsrelevanten Phase-III-Studien COMFORT-I und -II gute Ergebnisse bei der Therapie von Myelofibrose und konnte die primären Endpunkte erreichen. Dabei handelt es sich um eine lebensbedrohende Krebserkrankung, bei der das Knochenmark versagt, die Milz vergrössert wird und Symptome wie Müdigkeit oder Schmerzen ausgelöst werden.
COMFORT-II mit 219 Probanden habe für den Produktkandidaten gezeigt, dass bei 28,5% der Patienten eine Verkleinerung der Milz um 35% oder mehr bewirkt werden konnte, verglichen mit keiner Veränderung in der Vergleichsgruppe, die mit der besten zugelassenen Therapieform behandelt worden seien. Dies nach einer Behandlungsdauer von 48 Wochen. Nach einer Behandlung von 24 Wochen Dauer hätten 31,9% der Patienten eine solche Milz-Verkleinerung gezeigt (sekundärer Endpunkt), heisst es weiter.
In der COMFORT-I-Studie mit 309 Patienten konnte bei 41,9% der Probanden die Milz nach 24 Wochen Behandlung um wenigstens 35% verkleinert werden. In der Vergleichsstudie mit einem Placebo waren es 0,7%.
In der EU erkranken jährlich im Durchschnitt knapp eine Person unter 100'000 an Myelofibrose; in den USA ist die Häufigkeit um die Hälfte höher. Gemäss Studien verläuft die Krankheit in 20% der Fälle innerhalb von zehn Jahren tödlich.
Für INC424 bestehen weltweite Zusammenarbeits- und Lizenzabkommen zwischen Novartis und Incyte. Mit den Zulassungsanträgen soll noch im zweiten Quartal dieses Jahres begonnen werden.
rt

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